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Wasserschutz

Wasser wird bei Merck in der Produktion vor allem zur Kühlung, als Prozesswasser oder zur Abluftreinigung eingesetzt. Es kann nach der Nutzung beispielsweise eutrophierende Substanzen, Schwermetalle oder pharmazeutische Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) enthalten. Die Behandlung dieser Abwässer und damit die Vermeidung von Verschmutzungen der Umwelt gehört zu den elementaren Aufgaben unseres betrieblichen Umweltschutzes weltweit.

Die oberste Verantwortung für den Wasserschutz trägt die für den betrieblichen Umweltschutz zuständige Konzernfunktion Environment Health Safety Security Quality (EQ). An den Standorten weltweit sind dafür die lokalen EHS-Manager zuständig. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult und weiterqualifiziert.

Im Berichtszeitraum hat Merck den gruppenweite Gültigkeit besitzenden Standard „Water Protection“ wesentlich überarbeitet. Basierend auf unseren Verpflichtungen im Rahmen von Responsible Care definiert er die erforderlichen Prozesse und Verantwortlichkeiten für sauberes Abwasser in der Merck-Gruppe und bezieht dabei auch die Beauftragung von Dritten mit ein.

Der Standard verpflichtet alle Standorte dazu, die spezifischen Risiken und Auswirkungen von Abwasserfrachten zu ermitteln und beispielsweise anhand von ökotoxikologischen Daten zu bewerten. Ein „Water Pollution Response Plan“ muss von den Standorten ausgearbeitet und eingeführt werden, der spezifische Maßnahmen zur Vermeidung oder zur Reduktion der Frachten enthält. Dabei werden unter anderem API-Emissionen betrachtet. Auch die Dokumentation von Abwasserfrachten, Entstehungsorten und lokaler Grenzwerte wird darin definiert.

Der Standard sieht auch für die Behandlung des Abwassers durch externe Dienstleister strenge Richtlinien vor. Die zu erreichende Abwasserqualität – sofern nicht ohnehin behördlich vorgegeben – und die Verantwortlichkeiten werden vertraglich festgelegt. Die Dienstleister werden außerdem regelmäßig auditiert.