Merck setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung und Reduzierung von Risiken aus Zins- und Währungspositionen ein. Als Sicherungsinstrumente nutzt Merck derzeit marktgängige Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Devisenoptionen. Der Ausweis von Marktwertänderungen der Derivate in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des gesicherten Grundgeschäfts entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis. Die Strategie zur Absicherung von Zins- und Währungsschwankungen aus geplanten zukünftigen und bereits bilanzwirksamen Transaktionen wird von einem hierfür eingesetzten und in regelmäßigen Abständen tagenden Risikokomitee der Merck-Gruppe festgelegt. Grundlage für den Abschluss von Währungsderivaten ist in der Regel ein Betrachtungszeitraum von bis zu 36 Monaten. Der Einsatz von Derivaten ist durch umfangreiche Richtlinien geregelt. Es gilt das Verbot der Spekulation. Die Abschlüsse derivativer Geschäfte unterliegen einer ständigen Risikokontrolle. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Es erfolgt eine ständige Überwachung der damit verbundenen Ausfallrisiken.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:

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Nominalvolumen

Marktwert

in Mio €

31.12.2013

31.12.2012

31.12.2013

31.12.2012

Bilanzielle Absicherung von Zahlungsströmen

4.073,5

5.798,9

82,2

–106,1

Zinsabsicherung

650,0

650,0

–39,9

–58,1

Währungsabsicherung

3.423,5

5.148,9

122,1

–48,0

Bilanzielle Absicherung des beizulegenden Zeitwerts

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

Ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang

2.042,5

1.610,1

5,3

5,4

Zinsabsicherung

Währungsabsicherung

2.042,5

1.610,1

5,3

5,4

 

6.116,0

7.409,0

87,5

–100,7

Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzinstrumente. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Sie entsprechen den Aufwendungen beziehungsweise Erträgen bei einer Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der Geschäfte erfolgt marktgerecht basierend auf quotierten Preisen oder von einem anerkannten Informationsdienst bereitgestellten aktuellen Marktdaten.

Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestanden zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:

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in Mio €

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
über 1 Jahr

Gesamt
31.12.2013

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

Restlaufzeit
über 1 Jahr

Gesamt
31.12.2012

Devisentermingeschäfte

3.763,2

1.244,9

5.008,1

3.965,8

2.089,3

6.055,1

Devisenoptionen

297,2

160,7

457,9

292,9

411,0

703,9

Zinsswaps

650,0

650,0

650,0

650,0

 

4.060,4

2.055,6

6.116,0

4.258,7

3.150,3

7.409,0

Die zur Reduktion des Währungskursrisikos eingegangenen Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen dienten im Wesentlichen der Absicherung von konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung sowie der Absicherung künftiger Zahlungsströme. Hier wurden im Wesentlichen Währungskursschwankungen des US-Dollars (3.219,9 Mio €, Vorjahr: 4.409,6 Mio €), des Schweizer Frankens (603,4 Mio €, Vorjahr: 528,1 Mio €), des Japanischen Yens (465,2 Mio €, Vorjahr: 458,4 Mio €), des Britischen Pfund (347,3 Mio €, Vorjahr: 349,1 Mio €) und des Taiwan-Dollars (215,3 Mio €, Vorjahr: 388,4 Mio €) gegenüber dem Euro abgesichert.

Währungsderivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang dienen im Wesentlichen zur wirtschaftlichen Absicherung des Währungsrisikos aus konzerninternen Finanzierungen sowie aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung.

Geplante zukünftige Transaktionen werden nur dann gesichert, wenn ihr Eintritt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann. Das Nominalvolumen gesicherter geplanter Transaktionen betrug zum Bilanzstichtag 1.868,2 Mio € (Vorjahr: 2.411,6 Mio €) und betraf sowohl die Sicherung künftiger Transaktionen in nicht funktionaler Währung als auch die Sicherung variabler Zinszahlungen geplanter Refinanzierungen. Darüber hinaus wurden konzerninterne Geldanlagen in Fremdwährung in Höhe von 1.954,0 Mio € (Vorjahr: 2.732,1 Mio €), konzerninterne Geldaufnahmen in Fremdwährung in Höhe von 151,4 Mio € (Vorjahr: 555,3 Mio €) sowie eine bestehende variabel verzinsliche Privatplatzierung in Höhe von 100,0 Mio € ebenfalls gesichert. Diese Sicherungsbeziehungen stellten bilanzielle Absicherungen von Zahlungsströmen dar.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein positiver Marktwert von 125,5 Mio € (Vorjahr: 3,6 Mio €) aus der Marktwertbewertung der Derivate zur Absicherung von Zahlungsströmen erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt, 26,5 Mio € wurden aus dem Eigenkapital ausgebucht und als Ertrag (Vorjahr: 78,4 Mio € als Aufwand) im Periodenergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Ineffektivitäten aus der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen.

Bei der Sicherung geplanter Transaktionen in nicht funktionaler Währung handelte es sich im Wesentlichen um Umsätze in US-Dollar, Taiwan-Dollar und Japanischem Yen, die innerhalb der nächsten 36 Monate erwartet werden. Als Sicherungsinstrumente wurden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen eingesetzt.

Für die geplante Refinanzierung der in 2015 auslaufenden Anleihe wurden zur Sicherung des Zinsniveaus Forwardstarter-Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von 550,0 Mio € abgeschlossen, deren Bewertungen bei vollständiger Effektivität im Eigenkapital abgebildet wurden.