Minderwertige oder gefälschte Arzneimittel sind eine mitunter tödliche Gefahr. Interpol, die internationale kriminalpolizeiliche Organisation, schätzt, dass bis zu 30 % aller Medikamente in Entwicklungsländern gefälscht oder von minderwertiger Qualität sind. Der von Merck getragene gemeinnützige Verein Global Pharma Health Fund (GPHF ) hat sich dem Kampf gegen Arzneimittelfälschungen verschrieben: Mit dem vom GPHF entwickelten Minilab können gefälschte Medikamente schnell, einfach und preiswert nachgewiesen werden. In zwei rund 30 Kilogramm schweren Koffern findet sich eine Vielzahl von Testmethoden, mit denen Mitarbeiter im Gesundheitswesen von Entwicklungsländern Arzneimittel überprüfen können. Mithilfe von Vergleichsproben lassen sich Identität und Konzentration von insgesamt 63 Arzneiwirkstoffen testen: vom Malariamittel über Antibiotika bis zu Schmerz- und Fiebermitteln.
Der GPHF hat das Minilab speziell für den Einsatz in Gegenden mit einfacher Infrastruktur entwickelt: Die Schnellanalysen sind unabhängig von externen Stromquellen, und für die Versuche ist normales Trinkwasser ausreichend. Es gibt derzeit kein vergleichbares Produkt. Bislang hat der GPHF 578 Minilabs in 86 Länder zum Selbstkostenpreis geliefert. Über die Hälfte dieser Länder liegt in Afrika und ein Drittel in Asien. Die Minilabs werden hauptsächlich von lokalen Gesundheitsbehörden, oftmals in Zusammenarbeit mit Labors der amtlichen Arzneimittelkontrolle, eingesetzt.
Merck beteiligt sich an der externen Forschung, um die Zahl der Arzneimittel, die geprüft werden kann, zu erhöhen. 2011 und 2012 entwickelte der GPHF Testmethoden für jeweils sieben weitere Arzneimittel und aktualisierte die Handbücher entsprechend. Um die Anwender mit den Testverfahren vertraut zu machen, bietet der GPHF auch Schulungen an. 2012 wurden Schulungskurse in Russland, Myanmar, Angola, Deutschland und Indonesien abgehalten.
2011 wurden insgesamt 77, im Jahr 2012 100 Minilabs ausgeliefert. Neben dem Verkauf zum Selbstkostenpreis, der über einen Partner abgewickelt wird, spenden sowohl GPHF als auch Merck in Einzelfällen Labors. Im Jahr 2012 spendete Merck zehn Minilabs an das angolanische Gesundheitsministerium, der GPHF spendete jeweils fünf Labors an das sambische und tansanische sowie ein Minilab an das ghanaische Gesundheitsministerium.
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Ziele: Minilab | ||||
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Strategisches Ziel |
Maßnahmen |
Bis? |
Fortschritt 2011 und 2012 |
Status |
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Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen durch Bereitstellung und Weiterentwicklung des mobilen Kompaktlabors GPHF Minilab |
Entwicklung von neuen Testmethoden für fünf Wirkstoffe und Erweiterung der Handbücher mit der Beschreibung der neuen Testmethoden |
Ende 2011 |
2011: Entwicklung von sieben neuen Testmethoden 2012: Fünf Schulungen zum Gebrauch des GPHF Minilabs, Entwicklung von sieben neuen Testmethoden |
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Durchführung von drei Schulungen zum Gebrauch des GPHF-Minilab , Verkauf von 50 Minilabs, Entwicklung von sieben neuen Testmethoden |
Ende 2013 |
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Legende: | ||||
