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Abfallmanagement

Das Abfallmanagement gehört für Merck zu den zentralen Aufgaben im betrieblichen Umweltschutz. Dazu gehören Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von Abfällen, die Nutzung von Möglichkeiten zur Wiederverwertung und die ordnungsgemäße Beseitigung. Auch der sachgerechte Umgang mit Abfällen in Hinsicht auf den Arbeitsschutz oder die Lagerung am Standort ist von zentraler Bedeutung.

Bereits in der Verfahrensentwicklung legen wir besonderes Augenmerk darauf, dass die Verfahren effizient sind, so wenig Abfälle wie möglich entstehen und die eingesetzten Materialien möglichst ungefährlich für Mensch und Umwelt sind. Bei den bestehenden Produktionsverfahren arbeiten wir an Verfahrensoptimierungen. Effizienter Einsatz von Ressourcen ist dabei ein wichtiges Ziel, auch aus Kostengründen.

Die oberste Verantwortung für das Abfallmanagement trägt die für den betrieblichen Umweltschutz zuständige Konzernfunktion Environment Health Safety Security Quality (EQ). An den Standorten weltweit sind lokale EHS-Beauftragte dafür zuständig. Die EHS-Beauftragten werden regelmäßig durch EQ geschult. Die Abfallarten und -mengen werden an allen Standorten erfasst und dokumentiert.

Mit dem gruppenweit gültigen Standard „Waste Management“ haben wir für das Abfallmanagement einen einheitlichen Rahmen für alle Standorte von Merck eingeführt. Der Standard definiert organisatorische Strukturen und Prozesse und wird regelmäßig aktualisiert – zuletzt geschah dies im August 2011.

Abfälle werden zum überwiegenden Teil extern verwertet oder beseitigt. Da Merck als Abfallerzeuger Verantwortung bis zur endgültigen Entsorgung der Abfälle trägt, wählen wir die Dienstleister mit größter Sorgfalt aus. Die Entsorgungsbedingungen werden vertraglich festgelegt. Die Dienstleister sind dazu verpflichtet, die ordnungsgemäße Entsorgung zu belegen. Sie werden, insbesondere wenn sie mit gefährlichen Abfällen zu tun haben, von Merck regelmäßig auditiert. Wenn möglich, werden Abfälle wie etwa Lösemittel auch Merck-intern aufbereitet und wiederverwertet.

Entsorgungsmethoden

Abfall nach Entsorgungsmethode in 2012 (Kreisdiagramm)

Das Abfallaufkommen in der Merck-Gruppe war 2012 gegenüber 2011 rückläufig (189.000 t bzw. 199.000 t). Wie in den letzten Jahren hatten auch 2012 Abfälle aus Bau- und Sanierungsmaßnahmen starken Einfluss auf die Abfallmengen. 34 % der Gesamtabfallmenge im Jahr 2012 waren Boden-, Bau- und Abbruchabfälle (2011: 36 %). Bei einer großen Abriss-und Sanierungsmaßnahme am Standort Darmstadt mussten 2012 große Mengen an gefährlichen Abfällen beseitigt werden. Gleichzeitig ging die Menge an nicht gefährlichem Abfall zur Verwertung zurück. Ein großer Teil dieser Abfälle war im Jahr 2011 bei einer großen Baumaßnahme in Darmstadt entstanden, die 2012 abgeschlossen war. Dies wirkt sich auch auf die Recyclingrate aus, die sich von 60 % im Jahr 2011 auf 47 % im Jahr 2012 verringert hat.