Unsere Werte und Leitbilder konkretisieren wir durch Richtlinien in einem strukturierten Regelwerksystem. Es soll sicherstellen, dass alle Mitarbeiter die relevanten Regeln kennen und am Arbeitsplatz anwenden können. Erprobte Managementsysteme stellen sicher, dass die für unsere CR-Strategie relevanten Prozesse systematisch gesteuert und überwacht werden.
Konzernweites Regelwerksystem
Das konzernweite Regelwerksystem enthält alle Richtlinien des Unternehmens mit Angaben darüber, für welche Unternehmensteile sie gelten. Sie reichen von den für das gesamte Unternehmen geltenden Chartas und Prinzipien bis hin zu spezifischen Standards und Prozeduren für Sparten und Gesellschaften oder für einzelne Standorte.
Zu den Chartas und Prinzipien gehören beispielsweise der Merck-Verhaltenskodex , die Merck-Sozialcharta und die Access-to-Health-Charta .
Beispiele für Policies im Unternehmen sind die konzernweit gültige „Corporate EHS Policy“ , die den Rahmen für Grundsätze, Strategien und Organisationsstrukturen für Umweltschutz (Environment), Gesundheit (Health) und Sicherheit (Safety) bei Merck setzt, die „Animal Welfare Policy“ , die den konzernweiten Schutz von Labortieren beschreibt, und unsere Leitlinien für die Stammzell- und Fruchtbarkeitsforschung, die den ethischen Rahmen für unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilungen abstecken.
Außerdem gibt es zahlreiche weitere spartenspezifische Policies, wie die „Safety Policy“ für Chemieprodukte, mit der wir globale Prozesse zur Definition, Steuerung und Umsetzung von Produktsicherheit sowie die entsprechenden Managementstrukturen etabliert haben.
Unsere Standards konkretisieren die Vorgaben aus Chartas, Prinzipien und Policies für die Verantwortlichen der operativen Prozesse. Im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes gibt es z. B. Standards für den Wasserschutz, das Abfallmanagement oder die Lager- und Transportsicherheit. Für das Pharmamarketing existiert beispielsweise ein Standard, der konzernweite Vorgaben für Produktwerbung und Sponsoring definiert.
Die Regeln werden inhaltlich von den betreffenden Fachabteilungen auf dem neuesten Stand gehalten und sind im Intranet verfügbar. Die Führungskräfte sind für die Implementierung im jeweiligen Verantwortungsbereich zuständig. Unsere Mitarbeiter werden zu den sie betreffenden Regeln informiert und geschult. So stellen wir sicher, dass ihnen sowohl die übergreifenden Regeln aus den Chartas und Prinzipien als auch die konkreten, das individuelle Tätigkeitsspektrum betreffenden Vorgaben bekannt sind.
Konzernweites Regelwerksystem

CR-Managementsysteme
Das Regelwerksystem, das wir für die Umsetzung unserer unternehmerischen Verantwortung in der Merck-Gruppe einsetzen, ist in die Managementsysteme integriert. Mithilfe dieser Managementsysteme werden Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten in wichtigen Handlungsfeldern festgelegt und gesteuert. Unsere Managementsysteme basieren beispielsweise auf den international anerkannten ISO-Normen 9001 und 13458 (für Qualitätsmanagement und speziell für Medizinprodukte), GxP (Richtlinien für „gute Arbeitspraxis in der Pharmaindustrie“) sowie 14001 (Umweltmanagement). Das Umweltmanagementsystem ISO 14001 und das Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001 werden regelmäßig von einer unabhängigen Auditierungsgesellschaft zertifiziert. Für das Qualitäts- und Umweltmanagementsystem hält Merck Gruppenzertifikate.
Darüber hinaus existieren weitere Managementsysteme wie das konzernweite Gesundheits- und Arbeitsschutzmanagement sowie lokale Systeme an den Standorten. Zu den lokalen Managementsystemen zählen zum Beispiel das Abwasser-, Abfall- und Energiemanagement.
Programm zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse
„Operational Excellence“ ist unser im Jahr 2006 begonnenes unternehmensweites Programm zur kontinuierlichen Verbesserung der unternehmerischen Prozesse. Um die „hervorragende Betriebsführung“ zu erreichen, wird der wirtschaftlichste und effizienteste Zustand des Betriebs aller Produktionsanlagen angestrebt. Notwendig für „Operational Excellence“ ist eine Arbeitskultur, die fortwährende Verbesserung und Leistungssteigerung ermöglicht. Dafür wird das Wissen unserer Mitarbeiter gezielt eingesetzt.
„Operational Excellence“ findet kontinuierlich statt – als Programm, das im jährlichen Zyklus aus vier Phasen besteht: Selbstbewertung und Analyse, Setzen von Verbesserungszielen, Austausch guter und bester Vorgehensweisen („Best Practice Sharing“) und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen.
Das Programm ist unterteilt in sechs Managementfelder: Ziele, Veränderungsmanagement, Produktion, Logistik, Innovation / Technologie und Mitarbeiter. Diese Felder wiederum beinhalten verschiedene Bausteine, darunter beispielsweise Unternehmenswerte, Mitarbeiterentwicklung, Sicherheitskultur und EHS, die bei Bedarf ergänzt werden können. Jährlich werden vom Topmanagement die konzernweiten Prioritäten bei der Umsetzung der Bausteine definiert. Schwerpunkte des Programms lagen in den zurückliegenden Jahren vor allem auf der Globalisierung der Strukturen und Prozesse sowie Effizienzsteigerungen. So wurde im Berichtszeitraum das Thema „Utility Management“ (mit Schwerpunkt Energiemanagement) verpflichtend, um das Erreichen unseres Klimaschutzziels zu unterstützen. Die Standorte können zusätzlich auch eigene Prioritäten definieren.
