Neuer Prozess für die Auswahl von Geschäftspartnern

Neuer Prozess für die Auswahl von Geschäftspartnern (Foto)

Mit der Einführung der Global Business Partner Risk Management Policy hat Merck im Jahr 2013 im Handlungsfeld Compliance große Fortschritte erzielt.

Die Auswahl vertriebsnaher Geschäftspartner wie Distributoren, Agenten oder Großhändler folgt bei Merck einem systematischen, risiko-orientierten Ansatz. Kurz gesagt: je größer das Risiko beispielsweise in Bezug auf ein bestimmtes Land, eine Region oder die Art der Dienstleistung eingeschätzt wird, desto umfangreicher und sorgfältiger ist die Prüfung des Geschäftspartners vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung.

Das Ziel des Merck Global Business Partner Risk Managements ist, die sorgfältige Auswahl unserer Geschäftspartner sicherzustellen, um damit die Gefahr von Rechts-, Reputations- oder finanzieller Risiken für Merck zu minimieren. Korruptionsbekämpfung steht dabei im Vordergrund. Ende 2012 verabschiedet, ist die Global Business Partner Risk Management Policy nun fester Bestandteil des Auswahlprozesses und der Gesamtbeurteilung von Geschäftspartnern. Die Umsetzung der Policy führt zu einem überprüfbaren Auswahlprozess der Geschäftspartner, inklusive einer systematischen Dokumentation relevanter Informationen, der Genehmigung und Bewertung. Mit diesem systematischen Prozess minimieren wir einerseits unser Risiko und tragen andererseits auch veränderten Anforderungen Rechnung, die sich aus neuer relevanter Gesetzgebung wie dem UK Bribery Act ergeben.

Die Policy, die konzernweit gültig ist, umfasst acht Prinzipien, die bei der Auswahl aller Geschäftspartner zwingend berücksichtigt werden müssen.

In der Policy ist festgeschrieben, dass wir Geschäftsbeziehungen nur mit Partnern eingehen, welche rechtskonform handeln, Bestechung ablehnen, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien befolgen sowie Diskriminierung nicht tolerieren. Darüber hinaus verlangen wir das Bekenntnis zu international anerkannten Menschenrechts- und Arbeitsstandards (ILO) sowie zu unseren im Code of Conduct beschriebenen Compliance-Standards.

Um alle betroffenen Mitarbeiter, insbesondere im Vertrieb, für den erweiterten Auswahlprozess zu sensibilisieren und zu schulen, startete die Konzernfunktion Compliance im Jahr 2013 eine Trainingskampagne. Um die Reichweite zu erhöhen, fanden in Darmstadt und in den Regionen „Train the Trainer“- Auftaktveranstaltungen statt. In diesen wurden Mitarbeiter unserer weltweiten Compliance-Organisation geschult, welche wiederum Schulungsinhalte an ihren Standorten an betroffene (Vertriebs-) Mitarbeiter weitergeben.