Intelligente Fenster verbessern die Energieeffizienz von Gebäuden

Intelligente Fenster verbessern die Energieeffizienz von Gebäuden (Foto)

Neben Flüssigkristallen für Anzeigegeräte, wie beispielsweise Fernseher, Computerbildschirme und Tablets, entwickelt Merck auch Flüssigkristalle für neue Anwendungen. So arbeiten wir zum Beispiel mit Architekten, Glas- und Fassadenherstellern an den Fenstern der Zukunft. Das ehrgeizige Ziel: mit intelligenten Fenstern die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen. Die Idee ist, auf „Knopfdruck“ die Eigenschaften von Fenstern, wie Licht- oder Wärmedurchlässigkeit, zu verändern. Damit kann optimal auf die Umgebungsverhältnisse, wie beispielsweise Tages- oder Jahreszeit reagiert werden. Die Fenster unterstützen so die Klimasteuerung in Räumen: im Winter gelangt mehr Licht ins Gebäude, im Sommer entsprechend weniger.

Die Basis der „Merck Smart Energy Glass Technology“ sind Flüssigkristallmischungen mit maßgeschneiderten stäbchenförmigen Farbstoffen. Beim Anlegen einer geringen elektrischen Spannung ändern die Flüssigkristalle und damit auch die Farbstoffe ihre Ausrichtung, so dass entweder viel oder wenig Licht durch die Farbstoffe absorbiert wird. Dadurch wird das Glas beliebig und sekundenschnell steuerbar und das Fenster wird - auf Wunsch - für das Licht mal mehr und mal weniger durchlässig, und das in der Farbe der Wahl. Gebäude lassen sich somit energieeffizienter betreiben, da Kosten für Heizung und Klimaanlagen reduziert werden können. Um Personen im Gebäude vor blendender Sonne zu schützen, kann der Verdunklungsgrad auch gedimmt werden. Der Vorteil: die Fenster werden nicht komplett verdunkelt, wie es bei mechanischen Rollos üblich ist. Daher muss bei Tag weder das Licht angeschaltet werden, noch wird der freie Blick nach außen blockiert. Dies erzeugt ein angenehmes Arbeitsklima.

Die „Merck Smart Energy Glass Technology“ ermöglicht auch ein „energieautonomes“ Betreiben der Fenster. Teile des von den Farbstoffen absorbierten Lichtes lassen sich zu den Glaskanten leiten, wo im Fensterrahmen eingebaute Solarzellen den Strom zum Betreiben des Fensters erzeugen. Dieses Prinzip entwickelt Merck zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Peer+. Seit 2013 werden erste Pilotprojekte in den Niederlanden erfolgreich durchgeführt. Auch beim Innovationszentrum, das bis Ende 2014 in der Konzernzentrale in Darmstadt errichtet wird, kommen intelligente Fenster zum Einsatz.

Die „Merck Smart Energy Glass Technology“, erhöht die Energieeffizienz von Gebäuden, spart Energie und steigert das Wohlbefinden - eine nachhaltige und innovative Lösung für die Zukunft.