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Ergebnisse

Wir wissen, dass sich Prioritäten im Leben ändern können. Darauf nehmen wir Rücksicht: Wir bieten unseren Beschäftigten beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle, Arbeitszeitkonten für einen früheren Renteneintritt oder die Wahl, eine längere Auszeit vom Job einzulegen. Bei Familienthemen reicht unser Engagement von einer großzügigen Elternzeit über die Kinderbetreuung bis hin zur Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen.

Unser Ansatz für eine gute Work-Life-Balance

Wir wissen, wie wichtig die Balance zwischen Beruf, Familie und Freizeit für die Leistungsfähigkeit und Motivation unserer Beschäftigten ist. Deshalb möchten wir für sie passende Arbeitsbedingungen schaffen. Dazu zählen sowohl betriebliche Versorgungsleistungen für Alter und Gesundheit als auch flexible Arbeitszeitmodelle. Bereits heute können unsere Mitarbeiter in vielen Ländern ihre Arbeitszeit flexibel gestalten. Dazu nutzen sie insgesamt mehr als 30 verschiedene Teilzeitmodelle. In Deutschland, den USA, Brasilien und Indien bieten wir ihnen außerdem Elternzeitmodelle, die über die jeweiligen gesetzlichen Mindestansprüche hinausgehen. In diesen Ländern sind circa 53 % unserer Mitarbeiter tätig.

Wie wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben stärken

Maßnahmen für eine ausgewogene „Work-Life-Balance“ entwickelt die Konzernfunktion „Group Human Resources“ (HR), die sie auch umsetzt. Sie unterstützt konzernweit beispielsweise zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Zur Altersvorsorge beraten Experten unsere Mitarbeiter in individuellen Terminen – beispielsweise zur betrieblichen Altersvorsorge oder zum Langzeitkonto. Zur gesetzlichen Rente informieren hingegen Vertreter der Deutschen Rentenversicherung an regelmäßigen Betriebssprechtagen.

Zum Thema Versorgungsleistungen im Krankheitsfall finden sich im Kapitel Sicherheit und Gesundheit weitere Informationen.

Wozu wir uns verpflichten: Konzernrichtlinie und lokale Regelungen

Unsere Richtlinie „Social and Labor Standards Policy“ macht unternehmensweit einheitliche Vorgaben zu bestimmten Arbeitsstandards, beispielsweise zu Arbeitszeiten und Elternzeit-Angeboten. Sie orientiert sich an den Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Bereits Ende 2018 verabschiedete die Geschäftsleitung eine Konzernrichtlinie zur flexiblen Arbeitsgestaltung. Infolgedessen flexibilisierten unsere 13 personalstärksten Länder, in denen rund 75 % unserer Mitarbeiter arbeiten, Arbeitsorte und Arbeitszeiten weiter. Aktuell überarbeiten wir diese Richtlinie, um sie bis Ende 2021 auf alle Länder auszuweiten, in denen wir tätig sind (Details dazu im folgenden Abschnitt).

Flexible Arbeitsmodelle

Bereits vor der Covid-19-Pandemie konnten unsere Mitarbeiter zwischen verschiedenen flexiblen Arbeitsmodellen wählen. Während der Pandemie machten wir hinsichtlich Mitarbeiterleistung und -engagement durchweg positive Erfahrungen. Darum führen wir bis zum Jahresende 2021 unser bewährtes Programm „mywork@Merck“ an allen Standorten weltweit ein. Zum Ende des Berichtszeitraums nutzten bereits 22 Länder unser flexibles Arbeitsgestaltungsprogramm.

Das Prinzip von „mywork@Merck“: Beschäftigte können in Abstimmung mit ihren Teams und Vorgesetzten sowohl Arbeitszeit als auch Arbeitsort (in demselben Land) frei wählen. Wann und wie oft eine Anwesenheit für alle Teammitglieder im Büro nötig ist, entscheiden die Mitarbeiter in Absprache mit ihren direkten Vorgesetzten. Auf Zeiterfassung und -kontrolle verzichten wir. Das Modell gilt sowohl für tarifliche als auch für außertarifliche Mitarbeiter und stärkt die Leistungs- und Vertrauenskultur in unserem Unternehmen. Außerdem ist es Teil unseres konzernweiten Programms „Future Ways of Working“, mit dem wir Grundsätze unserer künftigen Zusammenarbeit entwickeln.

Unterstützung für Mütter und Väter

Wir wollen unseren Mitarbeitern den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtern. Dazu bieten wir in Darmstadt und Gernsheim das Programm „Eltern@Merck“ an. Es gibt Müttern und Vätern in Elternzeit die Chance, sich auszutauschen und den Kontakt zum Unternehmen zu halten. Außerdem können sie damit verschiedene Qualifikations- und Vernetzungsangebote nutzen. Ein ähnliches Angebot besteht auch in den USA.

Darüber hinaus unterstützen wir in den USA unsere Mitarbeiterinnen mit acht Wochen bezahltem Mutterschaftsurlaub. Zusätzlich haben wir dort fünf Wochen bezahlten Vaterschaftsbeziehungsweise Adoptionsurlaub eingeführt. Der gesetzliche Mindestanspruch sieht nur eine unbezahlte Freistellung von zwölf Wochen pro Jahr vor. Bei einer Adoption erstatten wir zudem bis zu 5.000 US-Dollar der Adoptionskosten.

Im Berichtsjahr waren 538 Mitarbeiter der Merck KGaA (bei der rund 15 % unserer Beschäftigten tätig sind) in Elternzeit, davon rund 50 % Väter. In anderen Schlüsselländern gewähren wir Eltern weitere Unterstützungsleistungen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen – etwa Freistellungen in Brasilien. Auch in Indien bieten wir fünf Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub, obwohl es keinen gesetzlichen Anspruch darauf gibt.

Wir unterscheiden bei diesen Angeboten nicht zwischen Voll- und Teilzeitkräften oder befristeten Mitarbeitern. Letztere können bis zum Ende ihres Arbeitsverhältnisses Elternzeit beantragen; das Arbeitsverhältnis läuft dann wie vereinbart bis zum befristeten Termin.

Kinderbetreuung und Unterstützung

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es an unserem Stammsitz in Darmstadt eine Tagesstätte für Kinder im Alter von einem Jahr bis zwölf Jahren. Sie bietet insgesamt 150 Betreuungsplätze in Krippe, Kindergarten und Hort. Die jetzigen Gebäude weichen einem Neubau, der Anfang 2021 bezugsfertig sein soll. Die Kapazität der Kindertagesstätte steigt dann auf 270 Betreuungsplätze.

In Darmstadt bieten wir außerdem eine Kindernotfallbetreuung an. Sie springt ein, wenn die reguläre Betreuung ausfällt. Zusätzlich stellen wir eine sogenannte Akutbetreuung für kranke Kinder zur Verfügung: Bis zu zwei Tage jährlich können Eltern deutschlandweit kostenlos eine pädagogische Fachkraft engagieren, die ihren Nachwuchs zu Hause betreut. In Gernsheim haben wir fünf Plätze in einer öffentlichen Kindertagesstätte für Kinder unserer Mitarbeiter reserviert.

Auch am indischen Hauptstandort in Mumbai gibt es einen Kinderhort, den unsere Mitarbeiter nutzen können. In den USA kann man über die Internetplattform „Care.com“ eine externe Hilfe für die Kinderbetreuung buchen. Darüber hinaus bieten wir dort eine Kindernotfallbetreuung bis zu zehn Tagen. Vergünstigte Plätze in Kindertagesstätten sowie eine Betreuung zu Hause sind ebenfalls im Programm.

Mit einem Langzeitkonto fürs Alter sparen

Die Arbeitszeit vor dem Renteneintritt reduzieren oder früher aus dem Berufsleben aussteigen – das ermöglicht unseren Mitarbeitern in Deutschland das Langzeitkonto. Auf dieses Konto können Beschäftigte beispielsweise Teile ihres Gehalts oder auch Ausgleichsbeziehungsweise Gleitzeittage einzahlen. Unser Unternehmen fördert den Aufbau eines solchen Wertguthabens auch durch Zuschüsse. Das angesparte Guthaben können Mitarbeiter nutzen, um sich entweder bis zu drei Jahre vor dem Eintritt in die reguläre Altersrente freistellen zu lassen oder ihre Arbeitszeit für bis zu sechs Jahre um 50 % zu reduzieren. Dieses Angebot beanspruchten im Berichtsjahr über 10.000 Mitarbeiter.

Längere Auszeiten ermöglichen

Grundsätzlich können alle Mitarbeiter der Merck KGaA, der Merck Healthcare KGaA und der Merck Real Estate GmbH in Deutschland (rund 20 % unserer Beschäftigten) ein sogenanntes Sabbatical beantragen. Dies ist eine Auszeit von bis zu einem Jahr. Ende 2020 befanden sich 62 Mitarbeiter in einem solchen Sabbatical. In persönlichen Notsituationen, in denen ein Mitarbeiter eine sofortige Freistellung benötigt, gewähren wir zudem ein „Notfall-Sabbatical“ von maximal drei Monaten.

Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen

Für Mitarbeiter, die Angehörige pflegen, halten wir in Darmstadt spezielle Schulungs- und Vermittlungsangebote bereit. Zudem geben wir mit dem Modell „Pflegezeit“ deutschlandweit die Wahl, sich freistellen zu lassen – egal ob kurz- oder längerfristig, teilweise oder vollständig. Unsere Mitarbeiter in den USA können sich über das Portal „Care.com“ über Pflegeangebote informieren.