Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber ist es für uns selbstverständlich, arbeitsbedingte Erkrankungen und Unfälle unserer Mitarbeiter zu vermeiden.

Unsere gruppenweiten Richtlinien und Managementstrukturen gewährleisten einheitliche Standards beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Sie orientieren sich an den Vorgaben der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Responsible-Care®-Programms der chemischen Industrie.

So haben wir bereits 1995 eine gruppenweite Richtlinie, die „EHS Policy  (Principles and Strategies for Health, Safety and the Environment)“ eingeführt, die durch zahlreiche weitere Richtlinien konkretisiert wird. Darüber hinaus gibt es an unseren Standorten auch Betriebsvereinbarungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, die von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern geschlossen wurden.

Zentrales EHS-Management mit lokalen Zuständigkeiten

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind integraler Bestandteil des EHS-Managementsystems bei Merck. Die oberste Verantwortung trägt Bernd Reckmann, Mitglied der Geschäftsleitung. Die Konzernfunktion Environment Health Safety Security Quality (EQ) steuert die weltweiten Maßnahmen. Lokale EHS-Manager setzen sie an den Standorten um.

EQ kontrolliert die Einhaltung der lokalen Arbeitssicherheitsgesetze, der regulatorischen Vorgaben, Standards und Geschäftsanforderungen an unseren Standorten mit internen und externen Audits, bei denen wir uns an den Vorgaben von OHAS 18001  orientieren, einem der internationalen Standards für Arbeitsschutzmanagementsysteme. 2011 und 2012 haben wir 44 beziehungsweise 17 Audits durchgeführt.

Daten zu Arbeitsunfällen werden mit dem gruppenweiten elektronischen Datenmanagementsystem LION monatlich an den Standorten erfasst und an die Gruppenfunktion EQ übermittelt. Die Standorte sind verpflichtet, relevante Unfälle sofort an EQ zu melden. EQ evaluiert sämtliche Daten und informiert andere Standorte bei Bedarf über Vorsorgemaßnahmen.

Wir schulen kontinuierlich alle Mitarbeiter, die Aufgaben mit Bezug zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wahrnehmen. Neben lokalen Schulungsprogrammen zählen hierzu auch der jährliche internationale EHS-Kongress in Darmstadt oder das regionale EHS-Forum. Beide Veranstaltungen informieren zu neuen EHS-Themen und aktualisierten Richtlinien oder Gesetzen und fördern den gegenseitigen Erfahrungsaustausch auf Expertenebene.

Verhaltensbedingte Arbeitsunfälle reduzieren

Ein wichtiger Aspekt des operativen Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei Merck ist es, verhaltensbedingte Arbeitsunfälle zu vermeiden. Dies wollen wir erreichen, indem wir unsere Mitarbeiter weltweit für mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz sensibilisieren. 2009 und 2010 haben wir an den Standorten Darmstadt und Gernsheim das Programm „selbst sicher“, gestartet; ab 2011 haben wir es konzernweit als „BeSafe!“-Programm eingeführt. Es umfasst zahlreiche Kampagnen und Aufklärungsmaßnahmen, mit denen wir unsere Sicherheitskultur stärken wollen. Dazu gehören beispielsweise Workshops für Führungskräfte an den Standorten und ein Informationsaustausch der EHS-Manager auf regionaler Ebene. Letztere unterweisen die Mitarbeiter an den Standorten. Einzelne Landesgesellschaften in Lateinamerika, beispielsweise Brasilien und Mexiko, veranstalten darüber hinaus auch standortbezogene Sicherheitswettbewerbe, die ebenfalls dazu dienen, unsere Sicherheitskultur zu stärken.

Seit 2010 zeichnet EQ jährlich alle Standorte, an denen sich keine Arbeitsunfälle ereignet haben, mit dem „Safety Excellence Award“ aus. 2011 und 2012 haben 29 bzw. 42 Standorte aus allen Regionen diesen Preis erhalten. Besonders erfreulich war, dass viele Standorte die Auszeichnung bereits zum dritten Mal in Folge in Empfang nehmen konnten.

Ziel 2015

2,5

Reduktion der LTIR in der gesamten Merck-Gruppe

Indikator für den Erfolg unserer Maßnahmen ist die „Lost Time Injury Rate (LTIR)“; unser Ziel für 2015 ist eine LTIR von 2,5. In den Jahren 2011 und 2012 haben wir bereits eine LTIR von 2,0 und 2,3 erreicht. Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen im Bereich der verhaltensbedingten Unfallprävention greifen.

Gesundheitsförderung

Da die Lebensarbeitszeit und die Anforderungen des beruflichen Alltags steigen, möchten wir die Gesundheit und Leistungskraft unserer Mitarbeiter mit einer Vielzahl von gesundheitsfördernden Maßnahmen stärken. Die Bewertung der Ergonomie am Arbeitsplatz ist Teil unseres weltweiten EHS-Managements. Am Standort Darmstadt bietet unser betriebsärztlicher Dienst unter anderem Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Betreuung, beispielsweise Maßnahmen zur Früherkennung von Diabetes oder Krebs, reisemedizinische, sozialmedizinische und psychosoziale Beratung sowie Schulungen und Vorträge zu gesundheitsbezogenen Themen an.

Darüber hinaus setzen wir auf die Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter und unterstützen ihr Gesundheitsbewusstsein durch lokale Angebote. Am Standort Darmstadt haben wir beispielsweise gemeinsam mit der Merck-Betriebskrankenkasse Programme und Kurse zu gesunder Ernährung, Sport und Entspannung im Angebot. Sie reichen von Rückenschulen, über Yoga bis hin zu Raucherentwöhnungskursen. Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz, beispielsweise Bewegungs- oder Rückenübungen, runden das Angebot ab.

Ein weiteres wichtiges Element der betrieblichen Gesundheitsförderung am Standort Darmstadt ist das Programm „Fit@Merck“ . Es ermöglicht die Teilnahme an ausgewählten Gesundheitskursen, von denen einige kostenlos und manche gegen einen geringen finanziellen Eigenbeitrag angeboten werden. Der Fokus der Kurse liegt auf den Präventionsfeldern Bewegung und Rücken, da ein Großteil von Arbeitsausfällen auf vermeidbare Rückenschmerzen zurückzuführen ist. Ein Beispiel ist das Programm Rücken-Fitback: Mitarbeiter können sich kostenfrei bei einem Physiotherapeuten beraten und ihren Rücken kontrollieren lassen.

Außerdem können Mitarbeiter in Darmstadt an unserem unternehmensinternen Betriebssportprogramm teilnehmen. Es umfasste Ende 2012 23 Sportarten – darunter Badminton, Fitnesstraining, Tischtennis, Golf, Tauchen und Tennis.

In der Kantine bieten wir unseren Mitarbeitern darüber hinaus gesundes, an den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgerichtetes Essen an.

Mitarbeiter von Merck Millipore an den Standorten Massachusetts und New Hampshire (beide USA) können ein umfassendes internes Gesundheitspräventionsprogramm absolvieren. Es zielt darauf ab, Krankheiten und Verletzungen, insbesondere Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats frühzeitig zu erkennen, sie zu vermeiden oder zu behandeln. Das Programm umfasst beispielsweise spezielle Sportkurse, Seminare, Sportwettbewerbe oder eine ergonomische Überprüfung der Arbeitsplätze. Mitarbeiter, die Kurse zur Gesundheitsprävention besuchen, können finanzielle Anreize bis zu 300 US$ erhalten.

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Ziele: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Strategisches Ziel

Maßnahmen

Bis?

Fortschritt 2011 und 2012

Status

Reduktion der Arbeitsunfälle in der gesamten Merck-Gruppe (Lost Time Injury Rate = 2,5)

Umsetzung des Programms „selbst sicher“, Durchführung von EHS-Foren zu „Safety Behavior Change“

Ende 2015

2011 haben wir das konzernweite Programm „BeSafe!“ eingeführt. Durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Unfallprävention (z. B. Schulungen und Aktionen zur Stärkung der Sicherheitskultur) konnten wir in den Jahren 2011 und 2012 eine LTIR von 2,0 bzw. 2,3 erreichen. Wir arbeiten an der dauerhaften Stabilisierung des LTIR-Wertes.

Legende: erreicht in Umsetzung nicht erreicht neues Ziel