Displays auf Basis organischer Leuchtdioden (OLED) Geprüft

Kooperation mit Epson zur Entwicklung kosteneffizienter Produktionsverfahren für OLED-Displays

Im Oktober 2012 kündigten Merck und Seiko Epson Corporation eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung zur Herstellung von Displays auf Basis organischer Leuchtdioden (OLED) unter Verwendung der Tintenstrahltechnik an. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, OLED als Alternativtechnologie zu LCD für die Herstellung von Flachbildschirmen zu entwickeln. Derzeit wird die OLED-Technologie nahezu ausschließlich in kleinen Displays wie beispielsweise Smartphones verwendet. Laut Vereinbarung wird Epson Tintentechnologien bereitstellen, mit der sich die OLED-Materialien von Merck auflösen und dadurch für die Herstellung druckbarer Displays verwenden lassen. Derzeit basiert die Massenherstellung von OLED-Displays auf unlöslichen OLED-Materialien, die mithilfe einer aufwendigen Gasphasenabscheidung (CVD) und unter Verwendung von Maskentechnologien aufgedampft werden. Dieses Verfahren weist naturgemäß jedoch eine deutlich eingeschränkte Produktionsausbeute auf. Die erfolgreiche Entwicklung einer druckbaren OLED-Technologie könnte den Weg hin zu einer kosteneffizienten Produktion großflächiger OLED-Displays, insbesondere für Fernsehgeräte, ebnen.