Die Bilanzsumme der Merck-Gruppe belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 22.388 Mio EUR. Dies entspricht einem Anstieg um 5.675 Mio EUR oder 34 % gegenüber dem 31. Dezember 2009. Die Bilanzstruktur war vor allem durch die Akquisition von Millipore und deren Finanzierung geprägt. Zur Finanzierung der Akquisition wurde im Berichtsjahr eine Anleihe in mehreren Tranchen im Gesamtvolumen von 3,2 Mrd EUR begeben. Die Eigenkapitalquote sank von 56,9 % am Anfang des Jahres auf 46,3 % zum 31. Dezember 2010. Im Eigenkapital selbst wirkten sich neben dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 642 Mio EUR positive Währungseffekte aus der Entwicklung der Fremdwährungen gegenüber dem Euro mit 841 Mio EUR erhöhend aus. Im Zuge der Kaufpreisallokation für die Millipore-Akquisition wurden die erworbenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverpflichtungen in der Bilanz mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Dies führte vor allem bei den immateriellen Vermögenswerten zu einem Anstieg um rund 5.264 Mio EUR. Darin enthalten ist der aus der Transaktion resultierende Goodwill in Höhe von 2.704 Mio EUR. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommenen Anpassungen an beizulegende Zeitwerte sind – außer für die Bilanzierung des Vorratsvermögens zum Erstkonsolidierungszeitpunkt – noch als vorläufig zu betrachten. Infolge der Akquisition stieg die Nettoverschuldung zum 31. Dezember auf rund 4.484 Mio EUR. Vor allem durch die positive Entwicklung des Cash Flows konnte die Nettoverschuldung seit der Akquisition im Verlauf des zweiten Halbjahres bereits wieder zurückgeführt werden. Wegen der erhöhten Verschuldung durch die Milliore-Akquisition passten die beiden Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Moody’s ihre Ratings an. Während Standard & Poor’s am 2. März 2010 ein Rating von BBB+ mit stabilem Ausblick (zuvor: A-) vergab, passte Moody’s am 16. Juli 2010 sein Rating von A3 vor der Akquisition auf Baa2 (Ausblick stabil) an. Im Vorjahr haben wir damit begonnen, die Pensionsrückstellungen der Merck KGaA mit dafür vorgesehenen finanziellen Vermögenswerten langfristig zu unterlegen. Dies ist auf Dauer angelegt und soll kontinuierlich erweitert werden. Zum Bilanzstichtag wurden entsprechend 217 Mio EUR separat in der Bilanz als langfristige Finanzanlage ausgewiesen.
Zum Stichtag werden die Aktivitäten des Crop-Bioscience-Geschäfts nach der Bekanntgabe der geplanten Veräußerung an Novozymes A/S, Dänemark, als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Aktivitäten der Théramex-Gruppe wurden per Ende Dezember entkonsolidiert. Der vereinbarte Kaufpreis in Höhe von rund 270 Mio EUR ist als Forderung ausgewiesen.
