Unsere beiden führenden Kennzahlen sind die Umsatzrendite ROS (Return on Sales) – das Verhältnis des Operativen Ergebnisses zu den Gesamterlösen – und der auf die Gesamterlöse bezogene Basis Free Cash Flow FCR (Free Cash Flow on Revenues). Mit diesen Kennzahlen steuern die Sparten ihr Geschäft, und basierend darauf treffen wir kurz- und langfristige interne Zielvereinbarungen. Der ROS stieg von 8,4 % im Vorjahr auf 12,0 % im Berichtsjahr. Hierin drückt sich die verbesserte Gesamtgeschäftslage mit deutlich gestiegenen Gesamterlösen aus. Der FCR entwickelte sich ebenfalls der guten Geschäftsentwicklung folgend positiv und stieg von 11 % im Jahr 2009 auf nun 18 %. Den Durchschnitt, also das arithmetische Mittel, aus den beiden Kennzahlen ROS und FCR bezeichnen wir als „Merck Business Target“ (MBT): Es wird für erfolgsabhängige kurz- und langfristige Vergütungssysteme herangezogen und betrug 15 % gegenüber 9,7 % im Vorjahr. Beide Kennzahlen, ROS und FCR, sind im Anhang zum Konzernabschluss im Segmentbericht nach Sparten dargestellt. Beim EBITDA werden definitionsgemäß die Abschreibungen und Wertminderungen des Anlagevermögens dem Ergebnis wieder gutgeschrieben. Für Merck ist das EBITDA ebenfalls eine wichtige Kennzahl. Seit der Serono-Akquisition belasten reguläre Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte das Operative Ergebnis. Durch die Millipore-Akquisition stiegen diese Abschreibungen in 2010 weiter an. Liegen zudem noch hohe außerplanmäßige Abschreibungen vor, spiegeln EBIT oder Operatives Ergebnis allein nicht die tatsächliche Ertragskraft des Geschäfts wider. Das EBITDA stieg im Geschäftsjahr um fast die Hälfte von 1.625 Mio EUR auf 2.457 Mio EUR.
