Der Free Cash Flow der Merck-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2010 ebenfalls stark durch die Akquisition von Millipore geprägt. Er belief sich auf –3.522 Mio EUR im Vergleich zu 812 Mio EUR im Jahr 2009. Der um Akquisitions- und Veräußerungseffekte bereinigte Basis Free Cash Flow stieg dagegen von 852 Mio EUR im Vorjahr auf 1.670 Mio EUR und damit um 96 %. Dieser Anstieg geht zum einen auf die im Vorjahresvergleich stark verbesserte Entwicklung im Chemiegeschäft zurück. Der Beitrag dieses Unternehmensbereichs zum Basis Free Cash Flow stieg von 432 Mio EUR im Vorjahr auf 812 Mio EUR im nun abgeschlossenen Geschäftsjahr und damit um 88 %. Der Unternehmensbereich Pharma steuerte im Vergleich zum Vorjahr mit 1.353 Mio EUR einen um 48 % höheren Basis Free Cash Flow bei, was ebenfalls wesentlich auf die gute Geschäftsentwicklung zurückgeht.
Der Basis Free Cash Flow im Segment Konzernkosten und Sonstiges, in dem unter anderem die Zahlungsströme für Zinsen und Steuern abgebildet werden, betrug –496 Mio EUR und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Cash-Flow-mindernd wirkten Zahlungen in Höhe von 241 Mio EUR im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen unsere frühere Tochtergesellschaft Dey Inc., USA, bestimmte Preisinformationen falsch berichtet zu haben. Davon beziehen sich 215 Mio EUR auf den Vergleich mit dem US Department of Justice. Obwohl die Gesellschaft Dey Inc. im Rahmen des Verkaufs des Generika-Geschäftes 2007 an Mylan Inc., USA, übertragen wurde, haftet Merck gegenüber Mylan weiterhin für die Kosten dieses Rechtsstreits. Der Gesamteffekt wird im Segment Konzernkosten und Sonstiges gezeigt und als Veräußerungseffekt aus dem Generika-Geschäft für Zwecke des Basis Free Cash Flows bereinigt.
Free Cash Flow und Basis Free Cash Flow

