Literatur regt zum Nachdenken an. Sie begeistert und inspiriert Menschen und kann sogar wissenschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen vorantreiben. Davon wollen wir als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen profitieren. Denn: Kultur kann die Akzeptanz und Sichtbarkeit von Forschung erhöhen. Deshalb vergeben und unterstützen wir weltweit fünf Literaturpreise, darunter den „Premio Letterario Merck“ in Italien, den wir im Juli 2015 in Rom bereits zum 13. Mal verliehen haben.
Viele Menschen stehen Neuerungen, Veränderungen und damit auch unserer Forschung skeptisch gegenüber. Wir glauben, dass Literatur hierfür werben und Verständnis wecken, sogar Grenzen in den Köpfen der Menschen verschieben kann.
So würdigen wir mit dem „Premio Letterario Merck“ in Italien seit 2003 Autoren, die genau dies tun: mit ihren Werken eine Brücke zwischen Literatur und Wissenschaft bauen und sie einem breiten Publikum verständlich nahebringen. Autoren wie David Quammen und Maylis de Kerangal. Sie wurden von unserer internationalen Jury 2015 aufgrund ihrer Fähigkeit, „naturwissenschaftliche Themen literarisch eindrucksvoll aufzugreifen“, ausgezeichnet. Dafür erhielten sie jeweils 10.000 Euro Preisgeld.
Außerdem widmeten wir uns in Rom dem kreativen Nachwuchs. Seit 2007 zeichnen wir bei der Preisverleihung des „Premio Letterario“ auch die drei Gewinner des Wettbewerbs für kreatives Schreiben „La scienza narrata“ aus. Die Initiative richtet sich an Schüler aller weiterführenden Schulen in Italien. Darüber hinaus bieten wir Workshops für kreatives Schreiben an: 2015 in den Städten Rom, Varese, Caserta und Lucca. Insgesamt 405 Kinder machten mit und behandelten wissenschaftliche Themen in originellen Kurzgeschichten.
Fünf
Literaturpreise vergeben wir weltweit: neben dem „Premio Letterario Merck“ in Italien auch den Johann-Heinrich-Merck-Preis in Deutschland, den Merck-Kakehashi-Preis in Japan sowie den Merck-Tagore-Preis in Indien. Im September 2016 vergeben wir zudem erstmals einen Literaturpreis in Russland.
26 Awards
sowie acht Ehren- und Spezialpreise haben wir seit 2003 allein beim „Premio Letterario Merck“ verliehen.
1.671
Kurzgeschichten schrieben die Teilnehmer des italienischen Wettbewerbs für kreatives Schreiben „La scienza narrata“ seit dem Jahr 2006.
David Quammen
Spritzig, belesen, brillant, scharfsinnig, unterhaltsam – so würdigte die Jury den amerikanischen Schriftsteller und Wissenschaftsjournalisten David Quammen. Er erhielt den Preis für sein Buch „Spillover: Der tierische Ursprung weltweiter Seuchen“. Darin schildert er, wie rasant sich AIDS, SARS und Ebola vom Tier auf den Menschen übertragen und ausgebreitet haben. Der 1948 in Cincinnati geborene Quammen beschäftigt sich mit den Theorien Darwins. Und schreibt über die berechtigte Hoffnung, die Pandemien in Zukunft zu besiegen.
Maylis de Kerangal
Dem Wettlauf gegen die Zeit, um ein Herz zu retten, widmet sich Maylis de Kerangal in ihrem Roman „Die Lebenden reparieren“ (Réparer les vivants). Laut Jury gehe sie dem komplexen Thema Organspenden „mit großer Scharfsinnigkeit“ auf den Grund. Sie verleihe „dem pulsierenden Epos eines Herzens eine Stimme und erkunde mit der Eleganz großer Literatur sämtliche Winkel des Universums“. De Kerangal, 1967 in Toulon geboren, zählt zu den bedeutendsten französischsprachigen Autoren der Gegenwart.