Weltweit arbeiten 49.6131 Mitarbeiter in 661 Ländern für Merck (zum 31. Dezember 2014 waren es 39.639). Der Anstieg unserer Mitarbeiterzahl ist vor allem durch die Integration des Unternehmens Sigma-Aldrich bedingt. Unsere Unternehmenskultur der gegenseitigen Wertschätzung und des Respekts verbindet alle Mitarbeiter über Landesgrenzen hinweg. Mit unserer Haltung positionieren wir uns klar: In unserer Menschenrechtscharta verpflichten wir uns, grundlegende Arbeits- und Sozialstandards einzuhalten, und bekennen uns zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organization), dem „United Nations Global Compact“ und dem Responsible-Care®-Programm der chemischen Industrie. Grundsätzliche Regeln zur Zusammenarbeit und zu unserem Verständnis eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds haben wir in unserem Verhaltenskodex und unserer EHS-Policy (Environment, Health and Safety Policy) niedergelegt. Mit konzernweiten Richt- und Leitlinien sichern wir die jeweilige Umsetzung an unseren einzelnen Standorten und gehen dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Verteilung der Mitarbeiter nach Regionen
Stichtag: 31.12.2015, Merck inkl. des im November 2015 akquirierten Unternehmens Sigma-Aldrich (in %)

Unsere leistungsorientierte Unternehmenskultur weiter zu stärken, ist ein wichtiges Ziel unserer Personalarbeit. Damit verbunden sind der Ausbau unserer weltweit gesteuerten Talententwicklung und unserer Führungskräfteentwicklung. Dazu überarbeiteten wir 2015 beispielsweise unser Kompetenzmodell, schulten Führungskräfte in Wachstumsmärkten und erarbeiteten neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Talenten. Durch unsere Investitionen in Führungsqualität, Talententwicklung und Weiterbildung konnten wir 2015 die Mitarbeiter in Ländern mit vergleichsweise hoher Fluktuationsrate wie China oder Indien enger an uns binden.
Als internationales Unternehmen stellt Vielfalt (Diversity) für uns einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Im Jahr 2015 unterzeichneten wir die Gleichstellungscharta der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Damit verpflichten wir uns, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmen zu verwirklichen.
Im Rahmen unseres EHS-Managements (Environment, Health and Safety), das sich unter anderem am Standard OHSAS 18001 orientiert, führten wir 2015 eine konzernweite Richtlinie zur Analyse jobspezifischer Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz ein. Damit sollen die Gesundheit und die körperliche Fitness unserer Mitarbeiter an allen Standorten sichergestellt werden.
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit (Arbeit 4.0) entwickeln wir ebenfalls spezifische Maßnahmen: So integrieren wir beispielsweise zukunftsweisende Technologien wie 3D-Druck in die Ausbildung. Eine interne Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Themen wie Big Data und E-Commerce. Konkrete Zielsetzungen befinden sich zum Berichtszeitpunkt noch in Ausarbeitung.
1 Diese Zahl bezieht sich auf Merck inklusive Sigma-Aldrich. Der weitere Text dieses Kapitels bezieht sich, falls nicht anders ausgewiesen, ausschließlich auf Merck ohne Sigma-Aldrich, da wir uns zum Berichtszeitpunkt im Integrationsprozess befinden (Sigma-Aldrich gehört seit 18. November 2015 zu Merck). Schon verfügbare Zahlen zu Sigma-Aldrich finden sich unter Kennzahlen Mitarbeiter.