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Gesellschaftliches Engagement

Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung – vor allem dort, wo wir über besondere Kompetenzen verfügen: Wir fördern Gesundheits-, Bildungs- und Kulturprojekte. Zudem leisten wir Katastrophenhilfe. Und wir unterstützen bedürftige Menschen in den Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind – insbesondere im direkten Umfeld unserer Standorte.

Unser Ansatz für gesellschaftliches Engagement

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns an unseren Standorten gesellschaftlich engagieren. Bei der Auswahl sozialer Projekte orientieren wir uns an unseren strategischen Handlungsfeldern „Gesundheit“ sowie „Kreativität und Inspiration“.

Wir setzen uns besonders dafür ein, Menschen auf der ganzen Welt einen Zugang zu Gesundheit zu eröffnen. Dies tun wir auch, indem wir uns in zahlreichen Gesundheitsprojekten gesellschaftlich engagieren. Wir setzen dabei gezielt unsere Kompetenzen, unser Wissen und unsere Erfahrung im Gesundheitswesen ein. Bei diesem Engagement unterstützen uns verlässliche Partner.

Wissenschaftliche Bildung ist für uns ein Schlüsselelement von Kultur – und umgekehrt: Bildung kann dabei helfen, Kultur zu verstehen. Kultur wiederum kann einen Zugang zu Bildung schaffen, Neugier und Kreativität beflügeln und sogar zu wissenschaftlichen Entdeckungen inspirieren. Deshalb fördern wir weltweit kulturelle Initiativen. Wir unterstützen zudem zahlreiche Bildungsprojekte, um Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften zu begeistern. Mit unserem Fachwissen fördern wir neugierige junge Menschen, die unsere Leidenschaft für Wissenschaft und Technologie teilen.

Unser Engagement soll sich nachhaltig auf die Gesellschaft auswirken. Aus diesem Grund unterstützen wir viele Projekte langfristig. So stärken wir zudem die Beziehung zu unseren Stakeholdern und tragen dazu bei, die gesellschaftliche Akzeptanz unseres Unternehmens zu erhöhen.

Wie wir unser gesellschaftliches Engagement organisieren

Die Konzernfunktion „Corporate Affairs“ erfasst unser unternehmensweites gesellschaftliches Engagement und koordiniert einen Teil unserer Aktivitäten: Hierzu gehören das Merck-Praziquantel-Spendenprogramm, der Global Pharma Health Fund (GPHF) sowie die Deutsche Philharmonie Merck. Darüber hinaus rufen unsere Unternehmensbereiche eigene Projekte ins Leben, etwa das Bildungsprogramm SPARK. Einen Teil unserer Gesundheitsinitiativen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen haben wir in der Merck Foundation unter einem Dach gebündelt. Die meisten unserer regionalen Aktivitäten planen unsere Landesgesellschaften dezentral und setzen diese um. Sie entscheiden dabei selbst, innerhalb welcher Handlungsfelder unserer CR-Strategie sie sich engagieren.

Auch die Unternehmerfamilie Merck setzt sich traditionell für gemeinnützige Belange ein. Ihre Aktivitäten sind in der Merck Family Foundation gebündelt. Die Stiftung übernimmt vor allem soziale Verantwortung im Umfeld unserer Standorte und unterstützt dortige Projekte. Ihr Fokus liegt in den Bereichen Gesundheit und Bildung; sie fördert bürgerschaftliches Engagement, Entwicklungszusammenarbeit sowie Völkerverständigung und unterstützt mildtätige Zwecke. Die Stiftung kooperiert sowohl mit staatlichen und wissenschaftlichen Institutionen als auch Nichtregierungsorganisationen. Sie fördert bevorzugt Projekte, in denen sich unsere Mitarbeiter privat engagieren.

Wozu wir uns verpflichten: Grundsätze unseres gesellschaftlichen Engagements

Bei der Ausgestaltung unserer Projekte orientieren wir uns an unserer konzernweit gültigen „Group Policy on Contributions to Society“. Sie definiert, was gesellschaftliches Engagement für unser Unternehmen bedeutet und welche Ziele wir verfolgen. Damit gibt sie für unsere Unternehmensbereiche und Landesgesellschaften einen Rahmen vor, in dem sie ihre jeweiligen Aktivitäten selbst organisieren. Außerdem legt sie Rollen und Verantwortlichkeiten fest. Zudem betont die Richtlinie, dass sich unser Engagement nachhaltig auf die Gesellschaft auswirken soll. Deshalb fördern wir vor allem langfristige Projekte.

2018 verabschiedete die Geschäftsleitung eine neue Corporate Volunteering Guideline. Mit dieser konzernweiten Richtlinie wollen wir das Freiwilligenengagement unserer Mitarbeiter weiter stärken. Unsere Mitarbeiter können sich für gemeinnützige Tätigkeiten – die unser Unternehmen anbietet oder unterstützt – bis zu zwei Tage jährlich bezahlt freistellen lassen.

350 Jahre Merck – 350 gute Taten

Anlässlich unseres 350-jährigen Jubiläums haben wir 2018 unter dem Titel „350 gute Taten“ weltweit mehr als 350 gemeinnützige Projekte in 60 Ländern durchgeführt – vor allem im direkten Umfeld unserer Standorte. Mit dieser Kampagne wollten wir einen gesellschaftlichen Beitrag leisten und die Nachbarschaft an unseren Standorten unterstützen. Gleichzeitig zielte die Kampagne darauf ab, die Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu steigern sowie den Teamzusammenhalt zu fördern, indem wir unsere Mitarbeiter weltweit in unser gesellschaftliches Engagement involvierten. Bei der Auswahl der Projekte orientierten wir uns an unseren strategischen Handlungsfeldern „Gesundheit“ und „Kreativität und Inspiration“. Wir unterstützten auch Umweltinitiativen und Hilfsangebote für Bedürftige. Welche Maßnahmen gefördert wurden, entschieden unsere verantwortlichen Mitarbeiter vor Ort.

Mehr als 350 gemeinnützige Aktivitäten in 60 Ländern weltweit

350 gemeinnützige Aktivitäten in 60 Ländern weltweit (Kreisdiagramm)

Bei mehr als 60 % der unterstützten Projekte engagierten sich unsere Mitarbeiter persönlich durch aktive Mitarbeit beziehungsweise mit Geld- oder Sachspenden. Zudem konnten sie für ihre persönlichen Lieblingsprojekte abstimmen. Die vier beliebtesten Projekte erhielten zusätzliche finanzielle Unterstützung durch unser Unternehmen.

Insgesamt wendeten wir 2018 rund 36 Mio. € für unser gesellschaftliches Engagement auf. Die Beiträge der Merck Foundation sind hierin nicht enthalten. Maßnahmen, die vorrangig dem Marketing unserer Produkte dienen, sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.

Beispiele unserer „350 guten Taten“

Die bei der Jubiläumskampagne unterstützten guten Taten hatten sehr unterschiedliche Ausrichtungen – und das war auch so gewollt. Denn der Fokus lag auf Projekten, die unseren Mitarbeitern am Herzen liegen. Es waren vor allem Projekte, die sich mit lokalen Bedürfnissen und Herausforderungen befassten und sich in der unmittelbaren Wahrnehmung und dem Aktionsradius unserer Kollegen befanden.

Im Jahr unseres 350-jährigen Bestehens verfolgten unsere Mitarbeiter in Polen einen sehr passenden und einzigartigen Ansatz für gesellschaftliches Engagement: Sie zählten alle wohltätigen Aktivitäten, die sie in ihrer Freizeit durchführten. Sobald die Zahl von 350 erreicht war, leistete unser Unternehmen einen finanziellen Beitrag zur „F84 Autism Spectrum Disorder Society“ und der „AVALON Foundation“. Die beiden Organisationen – ausgewählt von den beteiligten Mitarbeitern – unterstützen Menschen mit Behinderungen.

In Argentinien unterstützen wir zusammen mit der Stiftung „Manos Abiertas“ ein Waisenhaus. Wir finanzieren die Instandhaltung der Einrichtung und den Kauf von Utensilien für den täglichen Bedarf der Kinder. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern spendeten wir 2018 zudem Lebensmittel, Schulmaterial, Kleidung und Spielzeug. Einige unserer Mitarbeiter besuchten die Einrichtung im Laufe des Jahres regelmäßig, um mit den Kindern zu kochen, Bilder zu malen oder um Geburtstage, Ostern oder Weihnachten zu feiern.

Wir unterstützten ähnliche Freiwilligenaktivitäten ebenfalls in anderen Ländern. Auch hier spendeten viele Mitarbeiter an soziale Einrichtungen – etwa Bücher, Hygieneartikel oder Lebensmittel. Bei den „Give Back Days“ unserer Kollegen in Frankreich starteten sie vor Ort zwei Sammelaktionen. Die erste konzentrierte sich auf Kleidung und Kinderbücher, die zweite auf Spielwaren und Hygieneartikel sowie Lebensmittelkonserven, die sich auf beeindruckende 1,2 Tonnen summierten. Die Waren spendeten unsere französischen Beschäftigten an acht lokale Wohltätigkeitsorganisationen.

Weitere Projekte der Kampagne „350 gute Taten“ finden Sie in den Kapiteln „Kreativität und Inspiration“ und „Gesundheit“.

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