Wir übernehmen Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter. Deshalb tun wir alles, um sie vor arbeitsbedingten Erkrankungen und Unfällen zu schützen. Im Vordergrund stehen dabei Themen wie Stressprävention, Ernährung oder Bewegung. Hier setzen wir auf vorbeugende Maßnahmen, die sich leicht in den Arbeitsalltag einbauen lassen. Sie sollen helfen, kurzzeitige oder langwierige Gesundheitsprobleme unserer Beschäftigten zu vermeiden.
Unser Ansatz, um Unfälle zu vermeiden und Gesundheit zu fördern
Wir wollen die Gesundheit unserer Mitarbeiter fördern und ihre Leistungsfähigkeit langfristig erhalten. Ein sicherer Arbeitsplatz ist dafür unabdingbar. Eines unserer konzernweiten Ziele ist es daher, unsere Sicherheitskultur weiter zu stärken. Dazu wollen wir bis zum Jahr 2020 die „Lost Time Injury Rate“ (LTIR) auf unter 1,5 stabilisieren. Um schon vor Inbetriebnahme einer neuen Anlage eventuelle Risiken für die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu minimieren oder aus dem Weg zu räumen, führen wir weltweit Gefährdungsbeurteilungen durch. Zudem bauen wir unser Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) als Teil unserer Unternehmens- und Führungskultur international aus.
Um die Wirksamkeit unseres BGM zu überprüfen und Verbesserungspotenziale zu ermitteln, entwickelten wir 2018 ein Kennzahlenmanagementsystem. Zudem stellten wir 2018 in unserer weltweiten Mitarbeiterumfrage „Employee Engagement“ als Pilotprojekt erstmalig Fragen zum Gesundheitszustand. Mithilfe der Antworten errechnen wir den „Merck Healthiness Index“. Dieser Wert soll den allgemeinen Gesundheitszustand unserer Mitarbeiter wiedergeben. Den ersten „Merck Healthiness Index“ erwarten wir nach Abschluss der Auswertung im Jahr 2019.
Unsere Gesundheitsprojekte sind am Bedarf unseres Personals ausgerichtet. Unsere Zielsetzung definierten wir 2018 durch Schwerpunktthemen noch klarer: Für die nächsten Jahre sind das Schichtarbeit, Arbeit im Büro, psychische Belastungen, demografische Entwicklung sowie die Analyse von Erkrankungsschwerpunkten und die Ableitung entsprechender Maßnahmen. Den jeweiligen Erfolg der Projekte werten wir regelmäßig aus.
Wie wir Sicherheit und Gesundheitsschutz organisieren
Für unser EHS-Managementsystem (Environment, Health and Safety) ist die Konzernfunktion EQ (Environment, Health, Safety, Security, Quality) verantwortlich. Sie berichtet seit Oktober 2018 an Belén Garijo, Mitglied der Geschäftsleitung. Belén Garijo hat die Position von Walter Galinat eingenommen, der Ende September 2018 in den Ruhestand gegangen ist. EQ gibt Ziele vor, steuert weltweite Maßnahmen und führt interne Audits durch. An unseren jeweiligen Standorten kümmern sich lokale EHS-Manager darum, dass Arbeitssicherheitsgesetze und -vorgaben eingehalten werden. Alle neuen EHS-Manager müssen ein dreitägiges EHS-Initialtraining (EHS Start-up!) in Darmstadt absolvieren. Darin werden unter anderem Themen wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie unser Sicherheitskulturprogramm „BeSafe!“ behandelt.
Wir erfassen monatlich Daten zu Arbeitsunfällen an unseren Standorten. Jeder Standort ist verpflichtet, relevante Unfälle umgehend an die Konzernfunktion EQ zu melden. Dort werden diese untersucht und bewertet. Falls nötig, leiten wir daraufhin ergänzende Sicherheitsmaßnahmen ein. An den deutschen Standorten in Darmstadt und Gernsheim gibt es zudem einen Arbeitssicherheitsausschuss. Dieser tagt viermal jährlich und trifft Entscheidungen zu aktuellen EHS-Themen. 2018 diskutierte der Ausschuss Themen aus dem Gesundheitsmanagement sowie relevante Unfälle und Ereignisse. Thematisiert wurde auch der aktuelle Stand zur Einführung eines EDV-Systems, das der Gefährdungsbeurteilung und Vorsorgeplanung dienen soll. Im Bereich Life Science finden zudem monatlich „Safety Calls“ aller lokalen EHS-Leiter statt: Sie tauschen Erfahrungen aus, um beispielsweise bei Unfällen vergleichbare Handlungsempfehlungen aussprechen zu können. Falls sich Mitarbeiter um ihre Sicherheit oder Gesundheit sorgen, steht ihnen weltweit unsere „SpeakUp Line“ zur Verfügung. Bei solchen Bedenken ermöglichen wir allen Mitarbeitern zudem, die Arbeit vorübergehend zu unterbrechen.
In Darmstadt und Gernsheim trägt unser Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) dazu bei, das Thema Gesundheit in unserer Unternehmenskultur zu verankern. Dazu erarbeitet ein interdisziplinäres Steuerungsgremium die Strategie, einzelne Schwerpunktthemen und alle erforderlichen Maßnahmen. Dieses Gremium setzt sich aus verschiedenen leitenden Mitarbeitern zusammen. Dazu zählen beispielsweise der Leiter für Arbeitssicherheit, der Betriebsratsvorsitzende, die Leiterin des BGM oder die Produktionsleiter der verschiedenen Unternehmensbereiche. Themenfelder des Gremiums sind unter anderem Rahmenbedingungen für gesundes Arbeiten, gute Führung und individuelle Gesundheitsförderung. Das Steuerungsgremium tagt sechsmal jährlich.
In unseren Produktionsbereichen in Darmstadt und Gernsheim gibt es Mitarbeiter die, neben ihrer regulären Tätigkeit, für das Thema Gesundheit verantwortlich sind. Bevor sie als „Gesundheitspartner“ aktiv werden können, durchlaufen sie eine Schulung zum Thema Gesundheit. Sie fungieren als kommunikatives Bindeglied zwischen unseren Mitarbeitern und dem BGM. Über diese Gesundheitspartner können unsere Mitarbeiter Anregungen zur Strategie und zu Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements einbringen. Das Engagement von Gesundheitspartnern in Produktionsbereichen bewerteten Mitarbeiter als sehr positiv. Aufgrund des guten Feedbacks haben wir entschieden, Gesundheitspartner zunehmend auch in anderen Bereichen zu etablieren.
Wozu wir uns verpflichten: Policies und Betriebsvereinbarungen
Die EHS-Policy (Corporate Environment, Health and Safety Policy) beschreibt unseren grundlegenden Ansatz zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Sie ist integraler Bestandteil unseres EHS-Managementsystems. Dieses lassen wir jährlich von externen Prüfern nach dem internationalen Standard OHSAS 18001 zertifizieren.
Unsere konzernweit geltende „Group Health Policy“ legt fest, wie wir einerseits die Arbeitssicherheit für unsere Beschäftigten gewährleisten und andererseits ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördern. In der Policy schreiben wir ein konzernweites Sicherheits- und Gesundheitsmanagement sowie ein umfassendes Programm zur Verhaltensänderung vor. Damit wollen wir Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen verhindern. Ein Bestandteil ist das „Global Wellbeing and Health Promotion Framework“, das die unterschiedlichen Anforderungen in verschiedenen Ländern beschreibt. Die Risikobewertungen und Gefährdungsanalysen der Arbeitsplätze liegen in der Verantwortung unserer Standorte.
An den meisten unserer deutschen Standorte erarbeiteten wir gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern umfassende Betriebsvereinbarungen zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. In der Betriebsvereinbarung „Fürsorgegespräch“ der Merck KGaA definieren wir etwa die Durchführung von solchen Fürsorgegesprächen. Sie helfen unseren Führungskräften, Gesundheitsrisiken und psychische Belastungen ihrer Mitarbeiter frühzeitig zu erkennen. 2017 wurde diese Betriebsvereinbarung um weitere drei Jahre verlängert. Seit 2017 regelt unsere Betriebsvereinbarung „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ (BEM) das Vorgehen bei längerer Erkrankung von Mitarbeitern. Diese gilt für alle deutschen Standorte. Das BEM soll zum einen den Arbeitsplatz dauerhaft erhalten, zum anderen gesundheitliche Beeinträchtigungen nach der Rückkehr des jeweiligen Mitarbeiters vermeiden.
Erneute Sicherheitszertifizierung
2018 haben wir das Arbeitsschutzmanagementsystem an allen Produktionsstandorten im Unternehmensbereich Performance Materials überprüft und erneut zertifiziert. Am Standort Darmstadt ließen wir unter anderem den Unternehmensbereich Healthcare rezertifizieren. Auch unsere Life-Science-Standorte Bangalore (Indien), Buchs (Schweiz), Irvine und Haverhill (beide Großbritannien) sowie Jerusalem und Rehovot (beide Israel) erhielten erneut eine Zertifizierung nach OHSAS 18001. 2018 wurde außerdem der Standort Arklow (Irland) neu ins Gruppenzertifikat aufgenommen. Insgesamt sind somit 31 Standorte nach OHSAS 18001 zertifiziert. An 30 Standorten arbeiten 100 % der dortigen Mitarbeiter unter einem zertifizierten Arbeitsschutzmanagementsystem. Am Standort in Darmstadt deckt ein solches Arbeitsschutzmanagementsystem etwa 70 % der Mitarbeiter ab. Der mit der Zertifizierung verbundene Prozess hilft uns, Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Andere Standorte sind ebenfalls aufgefordert, den Standard anzuwenden.
2020 ist der Wechsel auf die neue Zertifizierungsrichtlinie ISO 45001 geplant. Diese löst die Richtlinie OHSAS 18001 ab.
Unfallzahlen
Für den Erfolg unserer Arbeitsschutzmaßnahmen gibt es einen wichtigen Indikator: die „Lost Time Injury Rate“ (LTIR). Sie misst weltweit Unfälle mit mindestens einem Ausfalltag pro eine Million Arbeitsstunden. Wir ermitteln die LTIR für unsere Angestellten ebenso wie für Leiharbeiter. Nachdem wir unser Ziel von 2,5 aus dem Jahr 2010 erreicht hatten, setzten wir uns im Jahr 2015 ein neues ehrgeiziges Ziel: Bis 2020 wollen wir die LTIR nachhaltig auf 1,5 senken. Unser Leitgedanke dabei: Nichts ist einen Unfall wert. 2018 lag die LTIR bei 1,3. Die meisten Unfälle mit Ausfallzeit waren Stolperunfälle sowie Unfälle beim Umgang mit Maschinen und Ausrüstung. 2018 gab es keine tödlichen Unfälle.
Klare Verhaltensregeln
Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die meisten Arbeitsunfälle durch richtiges Verhalten vermeiden lassen. Mit unserem Sicherheitskulturprogramm „BeSafe!“ sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für Gefahren am Arbeitsplatz und geben ihnen geeignete Verhaltensregeln an die Hand. Mittlerweile sind alle unsere Produktions- und Lagerstandorte in das Programm „BeSafe!“ eingebunden. Auch an 60 % der ehemaligen Sigma-Aldrich-Standorte haben wir dieses Programm seit der Übernahme durch unseren Konzern im Jahr 2015 bereits eingeführt. Die Einführungsphase erstreckt sich bis zum Jahr 2020.
2018 fanden im Zuge von „BeSafe!“ unternehmensweit Aufklärungsmaßnahmen statt. Ziel war und ist es, unsere Sicherheitskultur weiter zu verbessern. Beispielsweise sensibilisierten wir unsere Mitarbeiter erneut mit einem Video auf Deutsch, Englisch und Spanisch für Sicherheitsthemen. Das Video ist Bestandteil von BeSafe!-Schulungen und steht zudem in unserem Intranet zur Verfügung. 2018 produzierten wir das Video auch in Chinesisch, Französisch und Japanisch, um damit weitere Mitarbeiter in ihrer Landessprache zu erreichen. Einige Landesgesellschaften führten zudem erneut Sicherheitswettbewerbe durch. Um die Bedeutung des Themas Sicherheit zu unterstreichen, verleihen wir seit 2010 jährlich den „Safety Excellence Award“. Diese Auszeichnung erhalten alle Produktionsstandorte, an denen sich keine Arbeitsunfälle ereigneten; im Jahr 2018 waren dies 62 von 90 Standorten. Zudem führten wir zwei „Refresher Trainings“ mit wesentlichen Inhalten unseres Programms „BeSafe!“ durch. Außerdem führten wir in einzelnen Ländern Arbeitsschutzschulungen gemäß den gesetzlichen Vorgaben und der spezifischen Risikosituation durch. Die Verantwortung für diese Schulungen liegt bei den jeweiligen Standorten.
Unser betriebliches Gesundheitsmanagement
In Darmstadt und Gernsheim fördert unser betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) die Gesundheit unserer Beschäftigten mit zahlreichen Aktionen und Angeboten. Grundlage dafür sind Analysen unserer Gesundheitskennzahlen. Diese entnehmen wir beispielsweise dem Gesundheitsbericht der Betriebskrankenkasse (BKK), den Auswertungen der Werkärztlichen Abteilung und seit 2018 auch unserer Mitarbeiterbefragung. Die Analyseergebnisse nutzen wir, um zielgruppen- oder betriebsspezifische Präventionsangebote aufzubauen. Des Weiteren bietet das BGM individuelle Gesundheitsangebote, etwa Achtsamkeitskurse oder Ergonomie-Beratung für den Arbeitsplatz. Nach einem standardisierten Verfahren analysieren wir zudem kontinuierlich die Arbeitsbedingungen sowie das jeweilige Arbeitsumfeld und verbessern diese nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Interessierte Standorte berät das BGM zu möglichen Maßnahmen oder Gesundheitsangeboten. Auf Wunsch führen wir über einen internen Servicevertrag auch Beratungen und Aktionen vor Ort durch.
Seit 2013 ist die Darmstädter Betriebsgastronomie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) zertifiziert; sie erhielt die DGE-Zertifizierung „Job&Fit Premium“. Für die erfolgreiche Zertifizierung müssen strenge Vorgaben erfüllt werden, beispielsweise bezüglich Lebensmittelauswahl und Speisenplanung. 2018 erhielten wir für das Konzept und die Umsetzung unseres neuen Mitarbeiterrestaurants in Darmstadt den „Dr. Rainer Wild Preis“. Besonders gelobt wurde dabei das vielfältige und ausgewogene Ernährungsangebot sowie die Job&Fit-Zertifizierung. Der Preis würdigt herausragende Projekte, Persönlichkeiten und Initiativen, die sich für eine gesündere Ernährung einsetzen und öffentliche Aufmerksamkeit darauf lenken. Auch an unseren anderen Standorten sorgen wir für eine gute Mitarbeiterverpflegung.
Die Angebote des Gesundheitsmanagements fassen wir in einem Gesundheitskatalog auf Deutsch und Englisch für unsere Mitarbeiter zusammen. Diesen Katalog erstellten wir in Zusammenarbeit mit unserer Sozialberatung und der werkärztlichen Abteilung. Er enthält unter anderem Informationen zu den Themen Ergonomie, Ernährung, Stress und psychischen Belastungen.
Unser deutschlandweites BGM ist mit der Zertifizierung „Exzellenz“ des BKK Dachverbands e. V. ausgezeichnet. Der Verband würdigt damit Unternehmen, die ein vorbildliches Gesundheitsmanagement etabliert haben und die Qualitätskriterien des Europäischen Netzwerkes für Betriebliche Gesundheitsförderung erfüllen.
Das Programm „Rückhalt für den Arbeitsalltag“ in Darmstadt und Gernsheim ist etablierter Bestandteil des BGM. Ziel des Angebots ist es, chronische Rückenschmerzen unter Berücksichtigung psychischer Faktoren zu mindern. Dieses Programm führen wir in Bereichen durch, in denen ein entsprechender Bedarf vorliegt. Dieser ist gegeben, wenn beispielsweise bei einer relativ hohen Anzahl an Mitarbeitern derartige Symptome vorliegen. 2018 führten wir das Programm sieben Wochen lang in Gernsheim durch. 17 Mitarbeiter aus der Logistik nahmen daran teil. Das Programm sollte das Risiko dafür senken, dass die Rückenschmerzen der Teilnehmer chronisch werden. Einmal wöchentlich fanden 90-minütige Sitzungen zu verschiedenen Themen wie Bewegung, Selbstmanagement oder auch Entspannung statt. Außerdem boten wir individuelle Telefoncoachings an.
Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern deutschlandweit regelmäßige Angebote wie das Aktivprogramm „Fit@Merck“. Damit können sie an präventiven Gesundheitskursen teilnehmen, die wir mit einem Zuschuss von bis zu 195 € jährlich unterstützen. Zudem gibt es in Darmstadt und Gernsheim ein Betriebssportprogramm mit 25 verschiedenen Sportarten: beispielsweise Tennis, Volleyball, Krafttraining, Triathlon, Yoga oder Bouldern.
Wir analysieren regelmäßig die ergonomischen Bedingungen an unseren Arbeitsplätzen. Anschließend ergreifen wir Maßnahmen, um diese zu verbessern. Zudem schulen wir unsere Beschäftigten zu ergonomisch korrektem Verhalten, das speziell auf ihre Arbeitsbereiche zugeschnitten ist – ob in der Produktion, in der Verwaltung oder im Labor. Darüber hinaus führen wir an vielen Standorten spezielle Ergonomie-Programme durch: Unseren Life-Science-Mitarbeitern am US-Standort Danvers haben wir 2018 beispielsweise das „Industrial Athlete Program“ (IAP) angeboten. Es steht allen Beschäftigten offen, die ihr körperliches und allgemeines Wohlbefinden durch Übungen in Kleingruppen verbessern möchten. Das Programm wurde im Berichtsjahr sehr gut angenommen, 60 Mitarbeiter nahmen bisher teil. Ab 2019 werden wir das Angebot erweitern und individuelle Sprechstunden bei einem Trainer anbieten. Dieses Angebot wird sich insbesondere an Mitarbeiter mit ärztlichem Attest richten, aber auch an Beschäftigte, die aufgrund ihrer Schichtzeiten nicht an den Kursen teilnehmen können.
Training in mobilen Fitnessstudios
Im September 2018 haben wir damit begonnen, das Projekt „Trainingsinsel“ fortzuführen und weiter auszubauen. Bei den „Trainingsinseln“ handelt es sich um mobile Fitnessstudios, die sich in ausgebauten Bussen befinden. Die Projektteilnehmer können auf diese Weise zwei Mal pro Woche für zwölf Minuten standortnah trainieren. In den Trainingsinseln stehen modernes Equipment und professionelle Trainer zur Verfügung. Das Angebot soll insbesondere Muskel-Skelett-Erkrankungen verhindern und die Motivation für Bewegung steigern. Über das Training hinaus erhalten Teilnehmer auch eine individuelle Beratung, zum Beispiel rund um ihre Ernährung. Eingangs- und Abschlusschecks machen die persönlichen Erfolge sichtbar. Die Trainingsinseln stehen über einen Zeitraum von zwölf Monaten zunächst Mitarbeitern aus den Bereichen Life Science und Performance Materials zur Verfügung. 2018 nahmen 300 Mitarbeiter das Angebot wahr. Für 2019 haben sich bereits über 450 Mitarbeiter angemeldet.
„Weight Watchers At Work“ für Schichtarbeiter
Von April bis Juli 2018 hatten 31 Schicht-Mitarbeiter aus den Bereichen Life Science und Performance Materials in Darmstadt und Gernsheim die Möglichkeit, an dem Kurs „Weight Watchers At Work – Schicht“ teilzunehmen. Dieser Ansatz wurde bisher von Weight Watchers bei keinem anderen Unternehmen durchgeführt und gemeinsam mit unserem BGM neu konzipiert. Voraussetzung war ein Body-Mass-Index (BMI) größer oder gleich 25 – also an der oberen Grenze des Normalgewichts. Die Teilnehmer erhielten von einem Weight-Watchers-Coach arbeitsplatznah umfassendes Wissen über gesunde Ernährung und einen aktiveren Lebensstil. Dabei stand insbesondere die Lebens- und Arbeitssituation von Schichtarbeitern im Mittelpunkt. Auch die Kurszeiten orientierten sich an den Schichtzeiten der Teilnehmer. Die Mitarbeiter hatten darüber hinaus Zugriff auf eine „Weight Watchers App“. Mithilfe eines Barcode-Scanners ermöglicht es die App, Lebensmittel auf ihre Inhaltsstoffe zu überprüfen. Sie gibt außerdem Tipps zum Abnehmen und enthält eine große Auswahl an gesunden Rezepten. Während des Kurses verloren die Teilnehmer durchschnittlich sieben Kilogramm Gewicht.
Untersuchung und Unterstützung unserer Mitarbeiter
Mit dem Verfahren „Physical Ability Test and Health Preservation“ stellen wir sicher, dass alle Beschäftigten die Gesundheitsanforderungen für ihre speziellen Tätigkeiten erfüllen. Diese Untersuchung hilft uns, bei Bedarf gezielte Maßnahmen einzuleiten.
Unser „Travel Health & Medical Advisory Service“ unterstützt darüber hinaus Mitarbeiter, die viel für uns im Ausland unterwegs sind. Sie erhalten Empfehlungen zu notwendigen Impfungen oder werden zu Hygiene-Risiken beraten.