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Ergebnisse

Fokusprogramme

Sogenannte betreffen fast ausschließlich arme Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern; in Industrieländern sind sie hingegen weitgehend unbekannt. Die Folgen: geringe öffentliche Aufmerksamkeit und wenig Forschungsgelder. Ein prominentes Beispiel für eine solche Krankheit ist die . Dringendes Handeln ist nötig, um sowohl diese vernachlässigten Krankheiten als auch bekanntere Krankheiten wie Malaria zu verhindern beziehungsweise zu kontrollieren. Dabei wollen wir helfen.

Strategie zur Prävention und Behandlung von Infektionskrankheiten

Unsere Strategie setzt nicht nur auf die Entwicklung und Bereitstellung von Arzneimitteln, sondern umfasst auch Lösungen für eine bessere Diagnose, die Bekämpfung der Krankheitsübertragung, die Kontrolle von Krankheiten sowie die Stärkung von Gesundheitssystemen vor Ort. Wir wollen die Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern verbessern. Dazu entwickeln wir neuartige, integrierte Gesundheitslösungen für Infektionskrankheiten und stellen sicher, dass innovative Lösungen nachhaltig umgesetzt werden. Viele dieser Innovationen entstehen unter der Federführung unseres Global Health Instituts. Unsere konzernweiten Initiativen und Programme befassen sich insbesondere mit dem hohen medizinischen Bedarf von Frauen und Kindern.

Unser umfassendes Portfolio von Global Health beinhaltet die folgenden Programme:

  • Entwicklung einer Praziquantel-Formulierung zur Behandlung von Bilharziose bei Kindern unter sechs Jahren
  • Entwicklung eines neuen Wirkstoffs für die Behandlung und Prävention von Malaria
  • Durchsuchung unserer Substanzdatenbanken nach potenziellen neuen Wirkstoffen gegen Bilharziose und Malaria
  • Entwicklung von Diagnose-Sets für Bilharziose und Malaria
  • Entwicklung von Produkten und Technologien, um präventive Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen und Reinfektionen zu verbessern

Wir arbeiten außerdem an Maßnahmen gegen bakterielle Infektionen und antimikrobielle Resistenzen. Wir wollen die Qualität von Antibiotika verbessern, Laborkapazitäten für die Erkennung antimikrobieller Resistenzen schaffen, die Nutzung von Antibiotika durch Gesundheitsdienstleister und Patienten optimieren und branchenweite Leitlinien für die Kontrolle von Antibiotika mitgestalten.

Unser Kampf gegen Bilharziose

(oder Schistosomiasis) ist eine der häufigsten parasitären Erkrankungen in Afrika. Sie stellt eine große Belastung für das öffentliche Gesundheitssystem und die lokale Wirtschaft dar. Mehr als 200 Millionen Menschen leiden weltweit an Bilharziose. Über 90 % der infizierten Menschen leben in Subsahara-Afrika. Etwa 10 % der Betroffenen sind Kinder unter sechs Jahren. Jedes Jahr sterben ungefähr 200.000 Menschen an den Folgen von Bilharziose – wie Leber- und Nierenentzündungen, Blasenkrebs und Blutverlust.

Gemeinsam mit Bayer entwickelten wir in den 1970er Jahren das Arzneimittel Praziquantel. Praziquantel ist bis heute weltweit die Standardtherapie für die wirksame Behandlung von Bilharziose.

Seit 2007 sind wir Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und stellen ihr regelmäßig kostenlos Praziquantel-Tabletten zur Verfügung. Im Zuge dieser Partnerschaft haben wir verschiedene zukunftsweisende Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Bilharziose aufgebaut. Dazu gehören:

  • eine neue Praziquantel-Formulierung für Kinder unter sechs Jahren
  • das Screening unserer firmeneigenen Substanzdatenbank über eine eigens gegründete „Drug Discovery Platform“ für Bilharziose
  • die Entwicklung innovativer und hochsensibler Methoden für die Diagnose von Bilharziose
  • die Entwicklung von Ansätzen zur Bekämpfung von Krankheitserregern
  • Informationsprogramme, die dazu beitragen, Übertragungen vorzubeugen

Unser Kampf gegen Malaria

Schätzungen der WHO zufolge ist fast die Hälfte der Weltbevölkerung von Malaria bedroht. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 200 Millionen Malariafälle und über 400.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Malaria erfasst, 70 % von ihnen sind Kinder unter fünf Jahren. 90 Länder sind von der Krankheit betroffen. Etwa 90 % der Todesfälle ereignen sich in Afrika.

Um das Problem der zunehmenden Arzneimittelresistenz zu lösen und Malaria vollständig auszurotten, müssen dringend neue Produkte entwickelt werden. Durch unser Programm „One Merck for Malaria“ stellen wir den betroffenen Ländern integrierte und nachhaltige Gesundheitslösungen für den Kampf gegen Malaria zur Verfügung. Dazu gehören Behandlungs- und Diagnoseverfahren sowie Präventionsmaßnahmen. Dabei arbeiten wir eng mit vielen verschiedenen Partnern in Industrie- und Entwicklungsländern zusammen.

Bilharziose: über 900 Millionen Tabletten gespendet

Unsere langjährige Partnerschaft mit der Weltgesundheitsorganisation reicht bis in das Jahr 2007 zurück. Wir haben uns verpflichtet, der WHO jedes Jahr Praziquantel-Tabletten zu spenden, die in afrikanischen Ländern verteilt werden. Im Berichtsjahr weiteten wir unser Spendenprogramm auf Burkina Faso, Niger und Sierra Leone aus. Damit unterstützen wir nun insgesamt 46 Länder. Wir spendeten 2018 knapp 200 Millionen Tabletten, die in 34 Ländern verteilt wurden und halten an unserem Engagement weiter fest. Mit unseren Produktionskapazitäten können wir auch weiterhin bis zu 250 Millionen Tabletten jährlich herstellen.

Länder, die Praziquantel-Tablettenspenden erhalten haben

Länder, die Praziquantel-Tablettenspenden erhalten haben (Grafik)

Das Schistosomiasis Health Education Project

Wir arbeiten seit der Einführung des „Schistosomiasis Health Education Project“ im Jahr 2017 mit der NALA-Stiftung zusammen. Im Rahmen dieser Partnerschaft stellen wir über einen Zeitraum von drei Jahren etwa 300.000 Euro zur Verfügung. Damit unterstützen wir das äthiopische Gesundheitsministerium dabei, auf langfristige Verhaltensänderungen in der Bevölkerung hinzuwirken. Denn neue Verhaltensweisen sind notwendig, um Bilharziose und andere vernachlässigte Tropenkrankheiten auszurotten. Das Projekt richtet sich an 850.000 Einwohner der Region Bench Maji im Nordwesten Äthiopiens und dort vor allem an ungefähr 260.000 Schüler an 290 Schulen. Die Menschen erhalten Aufklärungsmaterialien, die auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden Wasser- und Abwassersysteme sowie sanitäre Einrichtungen verbessert. Im Berichtsjahr stieß das Projekt Aktivitäten in allen 74 Schulen der Distrikte Bero und South Bench in der Region Bench Maji an. Diese erreichten insgesamt knapp 70.000 Schüler. Dieses Modell wird 2019 auf zwei weitere Distrikte ausgedehnt.

Zentrale Plattform im Kampf gegen diese parasitäre Erkrankung

Bilharziose ist eine komplexe Erkrankung und der Kampf gegen diese Krankheit erfordert einen koordinierten, bereichsübergreifenden Ansatz. Gemeinsam mit internationalen Partnern aus unterschiedlichen Bereichen wollen wir die verbleibenden Lücken im Kampf gegen diese Infektionskrankheit schließen. Daher gründeten wir 2014 die Global Schistosomiasis Alliance (GSA), um unsere Aktivitäten zu koordinieren und ihre Wirkung zu erhöhen. Die Bill & Melinda Gates Foundation, die Schistosomiasis Control Initiative (SCI), die US-amerikanische Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (United States Agency for International Development, USAID) und World Vision International sind Gründungsmitglieder der GSA.

Die GSA gewann 2018 weitere internationale Mitglieder. Sie organisierte erneut Expertentreffen und Konferenzen. Sie beteiligte sich auch an mehreren Projekten, um die Bekämpfung von Bilharziose vor Ort zu stärken. Die GSA fördert und begleitet außerdem einen internationalen Maßnahmenplan, um die Bekämpfung der Bilharziose voranzutreiben und die Krankheit schließlich vollständig zu eliminieren. Mit Kampagnen wie der 2017 ins Leben gerufenen #MakingSchistory setzt sich die GSA weiter dafür ein, das Bewusstsein für Bilharziose zu schärfen.

Partner bei der Bilharziose-Forschung

Im Kampf gegen Bilharziose benötigen wir dringend sensiblere Diagnostika. Gemeinsam mit dem australischen Institut für Tropengesundheit und -medizin der James Cook University in Townsville und dem US-amerikanischen Baylor College of Medicine in Houston erforschen wir seit 2017 neue Biomarker, um Diagnoseformen für Bilharziose zu entwickeln. Im Berichtsjahr haben wir eine Kooperation mit der Bill and Melinda Gates Foundation und der Foundation for Innovative Diagnostics ins Leben gerufen, um innovative schnelle Diagnoselösungen für Bilharziose zu entwickeln.

Praziquantel ist ein wirksames und gut verträgliches Arzneimittel. Allerdings wirkt es nicht gegen alle Entwicklungsstadien des Parasiten. Gemeinsam mit vielen Partnern in Entwicklungs- und Industrieländern setzen wir die Forschungsaktivitäten fort. Wir suchen nach neuen Wirkstoffen mit langer Wirkdauer, um juvenile Formen des Parasiten zu behandeln, die Wirksamkeit zu verbessern und Reinfektionen zu verhindern. Einen potenziellen Wirkstoff haben wir identifiziert; er befindet sich derzeit in der präklinischen Forschung. Wir unterstützen außerdem die wissenschaftliche Erforschung einer neuen Methode zur Genomveränderung des Zwischenwirts (Wasserschnecke), um die Übertragung von Bilharziose zu bekämpfen.

Wir fördern Forschung und Entwicklung und bauen Produktionskapazitäten sowie Know-how in den betroffenen Ländern auf. Dazu arbeiten wir mit wissenschaftlichen und öffentlichen Institutionen vor Ort zusammen. Wir haben eine Reihe von Forschungsprogrammen zu Bilharziose angestoßen, an denen afrikanische Postdocs beteiligt sind. Außerdem untersuchten wir neue Initiativen und Möglichkeiten für den Kampf gegen genitale Bilharziose bei Frauen und deren Auswirkungen auf HIV/AIDS.

Konsortium für die Entwicklung einer Praziquantel-Formulierung für Kinder unter sechs Jahren

Wird Bilharziose bei Kindern unter sechs Jahren nicht behandelt, kann das langfristige Folgen wie Wachstumsstörungen oder Lernbeeinträchtigungen haben und chronische Erkrankungen wie etwa Blasenkrebs oder Genitalbilharziose hervorrufen. Seit Juli 2012 arbeiten wir im Rahmen des Pediatric Praziquantel Consortium mit Vertretern und Finanzierungsgebern aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen. Gemeinsam wollen wir eine Praziquantel-Formulierung für Kinder unter sechs Jahren entwickeln.

Nach anfänglichen und einer Geschmacksstudie führten wir eine in der Elfenbeinküste durch, um die Wirksamkeit und Sicherheit von zwei unterschiedlichen Formulierungen von für Kinder unter sechs Jahren zu testen, die an Bilharziose leiden. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Formulierungen gut verträglich sind. Auf Grundlage der Studienergebnisse wählten wir eine Formulierung zur Weiterentwicklung aus. Der Prozess für die Wirkstoffherstellung ist entwickelt und wird derzeit an einen Vertragshersteller übertragen.

Mit dem Kenya Medical Research Institute (KEMRI) und der Université Félix Houphouët-Boigny in der Elfenbeinküste verstärken seit 2018 zwei neue Partner das Konsortium. Beide spielen bei der Umsetzung der eine wichtige Rolle. Der Beginn der Studie ist für das erste Halbjahr 2019 geplant. Dabei handelt es sich um die konfirmatorische klinische Studie mit Bilharziose-Patienten unter sechs Jahren. Sie wird von dem Konsortium, der European & Developing Countries Clinical Trials Partnership (EDCTP) und dem Global Health Innovative Technology Fund (GHIT Fund) kofinanziert. Der Antrag auf Marktzulassung soll 2020 gestellt werden. Wir rechnen damit, dass wir das Produkt 2021 in den ersten betroffenen afrikanischen Ländern auf den Markt bringen können.

Malaria eindeutig diagnostizieren

Malaria lässt sich nur schwer von anderen Erkrankungen unterscheiden, die mit hohem Fieber einhergehen. Man braucht verlässliche Diagnoseformen, um die Patienten zu identifizieren, die tatsächlich an Malaria leiden. Nur so ist gewährleistet, dass die Betroffenen richtig behandelt werden. Wir haben ein Set entwickelt, das einen neuartigen Test zur Diagnose und Typisierung von Malaria enthält und mit der Zytometrie-Plattform MUSE© angewendet werden kann. Mit dieser Analyse lässt sich Malaria eindeutig diagnostizieren und der Erregertyp sowie das Belastungslevel durch den Erreger feststellen. Dieses Malaria-Testset führten wir 2018 für Forschungszwecke ein. Ende 2018 veräußerten wir die von unserem Unternehmensbereich Life Science entwickelte zugrundeliegende Technologieplattform an den US-amerikanischen Laborausrüster Luminex, der das Diagnosekit nun vertreibt.

Behandlung von Kleinkindern ermöglichen

Bereits seit 2015 entwickeln wir einen innovativen Wirkstoff gegen Malaria. Der neue Wirkstoff soll als Kombinationstherapie mit Einmalgabe entwickelt werden, um Malaria bei Kleinkindern zu behandeln und möglicherweise auch vorzubeugen. Die Phase-I-Studie mit gesunden Probanden in Australien diente dazu, die Sicherheit des Wirkstoffs zu bewerten und Daten zu generieren, die den klinischen Nachweis der grundsätzlichen Wirksamkeit („Proof of Principle“) stützen. Diese klinischen Aktivitäten werden unterstützt durch Forschungsgelder des britischen Wellcome Trusts, einer gemeinnützigen biomedizinischen Forschungseinrichtung mit Sitz in London.

Das Programm geht nun in die nächste Phase über. Diese umfasst die Weiterentwicklung in Kombination mit einem anderen Anti-Malaria-Wirkstoff bei akuter unkomplizierter Malaria. Außerdem legen wir den klinischen Entwicklungsplan fest; neue klinische Studien an Patienten sollen Ende 2019 oder Anfang 2020 beginnen.

Neue Wirkstoffserien entwickeln

Im Rahmen unserer strategischen Partnerschaft mit der Universität Kapstadt, Südafrika, haben wir eine neue Forschungs- und Entwicklungsplattform geschaffen. Diese Zusammenarbeit, einschließlich unserer Kooperation mit dem Medicines for Malaria Venture, erweiterten wir 2018, um Screening-Tätigkeiten fortzusetzen. Ziel ist es, neue Therapieformen für Malaria zu identifizieren und gleichzeitig Forschungskapazitäten in und für Afrika aufzubauen. Dieses Programm nutzt weiter unsere eigene Molekülbibliothek mit knapp 100.000 Wirkstoffen, um neue Wirkstoffserien für die Behandlung von Malaria zu identifizieren. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei Formen des Malaria-Erregers im und Wirkstoffe mit langer Wirkdauer, die die Prophylaxe nach einer Behandlung verbessern sollen. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitfinanziert.

Im Zuge einer weiteren Kooperation mit zwei Forschungszentren in Portugal, Instituto de Biologia Experimental e Tecnologica (iBET) und Instituto de Medicina Molecular (IMM), verzeichneten wir Fortschritte bei der Entwicklung eines neuen Zellmodels für Malariainfektionen im . Dieses Modell könnte als Screening-Instrument für neuartige Malaria-Arzneimittel dienen.

Übertragungen verhindern und kontrollieren

Als Präventionsmaßnahme gegen die Ausbreitung der Malaria wollen wir den Zugang zu Insektenschutzmitteln verbessern, um so die Übertragung zu bekämpfen. Mit internen und externen Kooperationen arbeiten wir darauf hin, die Wirksamkeit unseres Wirkstoffs IR3535® gegen Malaria in Afrika nachzuweisen. Der Wirkstoff ist in Insektenschutzmitteln für den allgemeinen Schutz vor übertragbaren Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Zika, Chikungunyafieber und Lyme-Borreliose enthalten. Er hat den großen Vorteil, sehr sicher für alle Altersgruppen zu sein – einschließlich Kindern und schwangeren sowie stillenden Frauen.

Im Berichtsjahr haben wir eine Partnerschaft mit der Infanta Malaria Prevention Foundation und ASPIRx, einem biopharmazeutischen Hersteller mit Sitz in Ghana, geschlossen. Ziel dieser Partnerschaft ist es, das „National Malaria Control Program“ des Ghana Health Service zu unterstützen. Gemeinsam wollen wir die Entwicklung von Lösungen für die Malariaprophylaxe bei besonders schutzbedürftigen Zielgruppen auf Basis von IR3535® untersuchen.

Antimikrobielle Resistenzen – eine Herausforderung für das weltweite Gesundheitswesen

Zunehmende bakterielle Resistenzen stellen eine immer drängendere Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund führen wir neue Kooperationsprogramme ein, um den Grad der Resistenz von identifizierten bakteriellen Erregern zu bewerten. Außerdem konzentrieren wir unsere Aktivitäten auch auf die Entwicklung neuer technologischer Plattformen, um schneller feststellen zu können, welcher Infektionstyp vorliegt. Studierende der Makerere University in Uganda erforschen im Rahmen eines Masterstudiums Wege, die drei Aspekte von antimikrobiellen Resistenzen – Prävention, Erkennung und Management – in Angriff zu nehmen.

Vernachlässigte Tropenkrankheiten
Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropcial Diseases (NTD)) treten vornehmlich in Entwicklungsländern auf. Zu ihnen zählen Bilharziose (Schistosomiasis), Eingeweidewürmer, Trachom, lymphatische Filariose und Onchozerkose. Diese Gruppe von Krankheiten wird als „vernachlässigt“ bezeichnet, da sie – trotz einer erheblichen Zahl von Betroffenen – in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen Krankheiten weniger Aufmerksamkeit und Forschungsmittel erhielten.
Bilharziose
Schistosomiasis oder Bilharziose ist eine Wurmkrankheit, die in warmen Binnengewässern durch Schnecken als Zwischenwirt verbreitet wird.
Bilharziose
Schistosomiasis oder Bilharziose ist eine Wurmkrankheit, die in warmen Binnengewässern durch Schnecken als Zwischenwirt verbreitet wird.
Phase-I-Studie
Klinische Studien der Phase I prüfen eine neue biomedizinische Intervention erstmalig bei einer kleinen Personengruppe (zum Beispiel 20 - 80), um die Sicherheit zu bewerten (etwa um einen sicheren Dosisbereich zu ermitteln und Nebenwirkungen zu identifizieren).

Quelle: http://www.who.int/ictrp/glossary/en/
Phase-II-Studie
Klinische Studien der Phase II prüfen eine neue biomedizinische Intervention oder Verhaltensintervention bei einer größeren Personengruppe (einige Hundert), um die Wirksamkeit zu ermitteln und die Sicherheit weiter zu untersuchen.

Quelle: http://www.who.int/ictrp/glossary/en/
Schmelztablette
Eine Schmelztablette zergeht innerhalb von 30 Sekunden im Mund. Es muss kein Wasser nachgetrunken werden. Der Wirkstoff wird über die Mundschleimhaut und zum Teil auch über die Magenschleimhaut aufgenommen.
Phase-III-Studie
Klinische Studien der Phase III untersuchen die Wirksamkeit einer biomedizinischen Intervention oder Verhaltensintervention bei großen Gruppen von Menschen (einige Hundert bis einige Tausend) und vergleichen hierzu die Intervention mit anderen Standard- oder Prüfinterventionen, verfolgen Nebenwirkungen und sammeln Informationen, die einen sicheren Einsatz der Intervention ermöglichen.

Quelle: http://www.who.int/ictrp/glossary/en/
Malaria im Leberstadium
Einige Formen des Malariaerregers (Plasmodium vivax und ovale) können in den Leberzellen lange Zeit überdauern, ohne Krankheitssymptome auszulösen. Erst nach Wochen oder sogar Jahren werden diese Formen wieder aktiv und treten in den Blutkreislauf ein. Eine Behandlung gegen die Infektion in diesem Leberstadium ist derzeit nicht möglich.
Malaria im Leberstadium
Einige Formen des Malariaerregers (Plasmodium vivax und ovale) können in den Leberzellen lange Zeit überdauern, ohne Krankheitssymptome auszulösen. Erst nach Wochen oder sogar Jahren werden diese Formen wieder aktiv und treten in den Blutkreislauf ein. Eine Behandlung gegen die Infektion in diesem Leberstadium ist derzeit nicht möglich.

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