Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von Merck,
„350 gute Taten“ – so lautete das Motto einer Mitarbeiteraktion, zu der wir im vergangenen Jahr aufgerufen haben. Der Name war Programm: Zu unserem 350. Jubiläum engagierten wir uns in 60 Ländern für den guten Zweck. Wir spendeten an gemeinnützige Initiativen, starteten neue Projekte und arbeiteten ehrenamtlich mit. Kollegen machten sich für Mitmenschen mit Behinderung stark, renovierten Krankenhäuser oder kochten mit benachteiligten Kindern. Ab diesem Jahr können sich unsere Mitarbeiter weltweit bis zu zwei Tage jährlich bezahlt freistellen lassen, wenn sie sich für gemeinnützige Projekte engagieren, die Merck leitet oder unterstützt.
Es macht mich stolz, Teil eines Unternehmens zu sein, das sich aus Überzeugung gesellschaftlich engagiert. Gleichzeitig geht unternehmerische Verantwortung für uns viel weiter. Unser Geschäftsmodell fußt auf ihr. Führend in Wissenschaft und Technologie zu sein, ist unser Anspruch. Für Merck heißt das auch: Wir arbeiten an technologischem Fortschritt, der allen Menschen zugutekommt. Das reicht von Therapien gegen schwere Krankheiten über Produkte und Dienstleistungen, die die Forschung und biotechnische Produktion schneller und zuverlässiger machen bis hin zu Materialien für die Technologien der Zukunft. Wir nutzen das große Potenzial, welches Genom-Editierung, Big Data oder künstliche Intelligenz bieten. Und wir stellen uns der großen Verantwortung, die sich aus dem Einsatz dieser Technologien für Merck ergibt. Komplexe ethische Fragen diskutieren wir in unserem „Bioethics Advisory Panel“. Diese Ethikkommission setzt sich aus internen und externen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und Kulturkreise zusammen, und wir halten uns an die klaren Handlungsempfehlungen, die sie ausspricht.
Verantwortungsvoll handeln, bedeutet für uns nicht zuletzt, dass wir die Interessen unserer Mitarbeiter, Kunden und Kapitalgeber achten. Wir bekennen uns ausdrücklich zum Global Compact der Vereinten Nationen sowie den darin festgeschriebenen Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.
Unsere Corporate-Responsibility-Strategie haben wir im vergangenen Jahr im Sinne des sogenannten „Shared Value“ neu ausgerichtet: Sie konzentriert sich nun noch klarer auf das Ziel, einen nachhaltigen Mehrwert für beide Seiten zu schaffen – Unternehmen und Gesellschaft. Auch den Fokus unserer drei strategischen Handlungsfelder haben wir 2018 geschärft.
Unter dem Stichwort „Gesundheit“ arbeiten wir gemeinsam mit Partnern und in vielfältigen Initiativen daran, den Zugang zu Gesundheitsleistungen für Menschen vor allem in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen zu verbessern. Auch die gemeinnützige Merck Foundation fokussiert sich auf dieses Ziel. Dass wir neben und zum Teil auch vor einigen der ganz Großen der Pharmabranche unseren ausgezeichneten vierten Platz im „Access to Medicine Index“ behaupten konnten, ist für mich der schönste Beleg: Wir sind auf dem richtigen Weg. Das zeigen auch die Fortschritte, die wir im vergangenen Jahr etwa mit der Forschung zu Malaria oder bakteriellen Resistenzen, dem Kampf gegen die Tropenkrankheit Bilharziose oder Aufklärungskampagnen wie „Embracing Carers“ gemacht haben.
Im Handlungsfeld „Nachhaltige Lösungen“ bündeln wir alles, was wir im Unternehmen tun, damit unsere Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Erde beitragen – zum Beispiel in puncto Klima- und Umweltschutz. Energieeffiziente Sonnenschutzfenster etwa helfen dank unserer Flüssigkristalle, den Energiebedarf für Klimatisierung um bis zu 40 Prozent zu senken. Ein weiteres Beispiel ist „Design for Sustainability“. Mit diesem System analysieren und verbessern unsere Kollegen bei Life Science Produkte schon bei deren Entwicklung, um eine möglichst ressourcenschonende Herstellung, Nutzung und Entsorgung sicherzustellen.
„Kreativität und Inspiration“ steht für unsere Tradition, naturwissenschaftliche Bildung, Forschung und Kultur zu fördern. Wir wollen gerade bei jungen Menschen Begeisterung für Naturwissenschaften wecken. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, 2018 zum dritten Mal den Bundesentscheid des Wettbewerbs „Jugend forscht“ ausgerichtet zu haben. Als jemand, dessen Herz für die Forschung schlägt, hat es mir großen Spaß gemacht, mit den vielen neugierigen und hochbegabten Jungforschern über ihre Ideen und Projekte zu sprechen.
Fortschritt lebt von neugierigen Köpfen, davon sind wir bei Merck überzeugt. Und die vielfältigen Beispiele in diesem Bericht zeigen: Verantwortung ist für uns kein Lippenbekenntnis – sie ist gelebter Unternehmenswert. Wissenschaftliche Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum gehen für uns Hand in Hand. Dieser Grundsatz gilt für uns, heute und in Zukunft.
Ihr
Stefan Oschmann
Vorsitzender der Geschäftsleitung