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Gesundheits­bewusstsein

Viele Menschen sind krank, ohne es zu wissen. Obwohl wirksame Arzneimittel und Therapien zur Verfügung stehen, werden diese Menschen entweder gar nicht oder nicht rechtzeitig behandelt. Um dies zu verhindern, führen wir weltweit Aufklärungskampagnen durch und verbreiten so Wissen über Krankheiten, ihre Symptome und mögliche Therapien. Gesundheitspersonal, Gemeinden und Patienten können nur dann informierte Entscheidungen über Therapien treffen, wenn sie über das entsprechende Wissen verfügen.

Unser Ansatz zur Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins

Gesundheitsbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle in unserem Ansatz, den Zugang zu Gesundheitsversorgung zu verbessern. Unser Ziel ist es, Gemeinden, medizinische Fachkräfte und Patienten mit Tools, Informationen und Fähigkeiten auszustatten, sodass sie fundierte Entscheidungen zu Prävention, Diagnosen, Behandlungen, Pflegemaßnahmen oder weiterer Unterstützung treffen können.

Wir arbeiten mit engagierten Partnern zusammen, um Aufklärungskampagnen zu Prävention, Frühdiagnose und Bewusstseinsbildung durchzuführen. Damit tragen wir auch dazu bei, die Fähigkeiten medizinischer Fachkräfte zu stärken, die in den Bereichen Forschung, Technologie und Gesundheitsversorgung tätig sind.

Wie wir das Gesundheitsbewusstsein stärken

Die strategische Ausrichtung und die Aktivitäten, mit denen wir das Gesundheitsbewusstsein verbessern, orientieren sich an unseren jeweiligen Geschäftsfeldern. Unsere verschiedenen Organisationseinheiten planen die vielfältigen Projekte; sie setzen diese entweder weltweit oder an den jeweiligen Niederlassungen vor Ort um. Dabei richten sie die Projekte an den spezifischen Bedürfnissen in ihrem Umfeld aus. Bei weltumspannenden Kampagnen sind die Niederlassungen außerdem dafür verantwortlich, Menschen vor Ort zu mobilisieren.

Wozu wir uns verpflichten: Bewusstsein stärken, Gesundheit verbessern

Unsere Strategie für den Zugang zu Gesundheitsversorgung umfasst das Thema Gesundheitsbewusstsein und ist in unserer „Access to Health Charta“ festgehalten. Für Aufklärungskampagnen gelten außerdem die jeweiligen Marketinggrundsätze. Diese sind in Richtlinien wie unserem „Pharma Code for Conducting Pharmaceutical Business and Pharmaceutical Operations“ festgelegt. Außerdem unterliegen die Kampagnen einerseits den internen Leitlinien und Vorschriften, die unsere Interaktionen im Gesundheitswesen regeln, andererseits dem Prozess zur Überprüfung von Kommunikationsmaterial.

Weltweite Aufklärungskampagnen

Auf der ganzen Welt führen wir regelmäßig Aufklärungskampagnen zu verschiedenen Krankheiten durch. Dazu arbeiten wir häufig mit Patientenorganisationen zusammen. Wir konzentrieren uns auf jene Erkrankungen, über die wir aufgrund unseres Kerngeschäfts ein großes Fachwissen haben. Dazu zählen vor allem Krebs – besonders Dickdarm- und Kopf-Hals-Krebs – sowie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes und Multiple Sklerose. Auch 2018 führten wir selbst zahlreiche Kampagnen durch oder beteiligten uns an Aktionen. Damit erreichten wir Millionen Menschen.

Aufklärung und Wissenstransfer zu Schilddrüsenerkrankungen

2018 setzten wir unsere Aufklärungsarbeit zu Schilddrüsenerkrankungen fort. Auf internationaler Ebene förderten wir die, im Mai 2018 zum zehnten Mal stattfindende, „Internationale Woche der Schilddrüsengesundheit“. Diese jährliche Aufklärungskampagne führen wir gemeinsam mit der „Thyroid Federation International“ (TFI) durch. Sie informiert über weniger bekannte Aspekte von Schilddrüsenerkrankungen.

Zur diesjährigen internationalen Woche der Schilddrüsengesundheit gaben wir – gemeinsam mit der TFI – in sechs Ländern eine Studie unter Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion in Auftrag. Die Ergebnisse zeigen, dass die Phase der Diagnosestellung für 70 % der Schilddrüsenpatienten schwierig und belastend ist.

Im Rahmen dieser internationalen Woche führten wir zahlreiche eigene Veranstaltungen durch. Davon richtete sich mehr als die Hälfte an medizinische Fachkräfte. Die Veranstaltungen brachten uns mit fast 35.000 Menschen in Kontakt, von denen etwa 11.000 medizinische Fachkräfte waren. Außerdem sprachen wir mit unseren eigenen Aktivitäten in den sozialen Medien drei Millionen Menschen in 23 Ländern an. Weitere 35 Millionen Menschen erreichten wir über die externe Berichterstattung in den Nachrichten, den sozialen Medien sowie bei Veranstaltungen.

Auf regionaler Ebene organisierten wir gemeinsam mit der Nationalen Klinik für Endokrinologie in Vietnam eine Aufklärungs- und Aktionskampagne. Kernaussage dieser Kampagne: Bei circa 50 % der Menschen, die von Schilddrüsenerkrankungen betroffen sind, werden diese nicht diagnostiziert. Die Kampagne bot landesweit an 15 Kliniken kostenlose Screenings zu Schilddrüsenerkrankungen an. Etwa 50.000 dieser Screenings überwachte und leitete unsere Niederlassung in Vietnam.

Aufklärungskampagnen über Krebserkrankungen

Jedes Jahr im September unterstützen wir die Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs. Sie ist eine Initiative der „Make Sense Campaign“, die von der „European Head and Neck Society“ (ENHS) durchgeführt wird. Unter dem Dreijahresmotto der Kampagne, „Supporting Survivorship“ engagieren wir uns mit unserer eigenen Kampagne „Stand Up for Survivors“. Unser Werbematerial enthält unter anderem ein Video mit einer Überlebenden von Kopf-Hals-Krebs. Darin spricht sie über die Herausforderungen während der sogenannten Remission, also der Phase, in der die Krankheitssymptome zurückgehen. Wir baten unsere Kampagnenpartner, unser Material zu übersetzen und es bei Stakeholdern in ihrer Region zu nutzen. Außerdem ermutigten wir unsere Mitarbeiter, ihre Solidarität mit Überlebenden zu zeigen: Sie veröffentlichten Fotos in den sozialen Medien, die zeigen, wie sie sich für Überlebende stark machen.

Weltkrebstag

Am 4. Februar 2018 nahmen wir erneut am Weltkrebstag teil, einer jährlichen Initiative der „Internationalen Union zur Krebsbekämpfung“ (UICC). Dieses Jahr konzentrierten wir uns auf künftige Chancen der Krebstherapie: Unsere Kampagne dazu nannten wir „We Can. I Can. Help Shape the Future for Patients.“ Teams aus der ganzen Welt zeigten ihre Kreativität: Mit Skulpturen aus Modelliermasse brachten sie ihre Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft der Krebstherapie zum Ausdruck. Wir erhielten rund 330 Bilder von Unterstützern aus 24 Ländern; unsere Aktivitäten in den sozialen Netzwerken generierten über 15.300 Aufrufe.

Colorectal Cancer Awareness Month

Im März 2018 unterstützten wir die Initiative „Colorectal Cancer (CRC) Awareness Month“. Ziel dieses Aktionsmonats ist es, über Darmkrebs, seine Symptome und die Bedeutung der Früherkennung aufzuklären. Unsere Kampagne „Gut Strength: Targeting CRC Together“ umfasste drei zentrale Themen: Zusammenhalt, Stärke und Unterstützung. Wir waren in sozialen Netzwerken aktiv, um die Botschaft der Solidarität weiterzutragen. Sie erreichte weltweit über 162.000 Menschen. Auch unsere Kollegen zeigten ihr Engagement für die Betroffenen von Darmkrebs: Unter dem Hashtag #gutstrength veröffentlichten sie Fotos von sich, die die zentralen Themen der Kampagne bildlich darstellten.

Internationaler Multiple-Sklerose-Tag

Im Mai 2018 nahmen wir am jährlichen Internationalen Multiple-Sklerose-Tag teil, eine Initiative der „MS International Federation“ (MSIF). Der Tag stand dieses Jahr unter dem Motto #bringinguscloser und würdigte Erfolge im Kampf gegen die Multiple Sklerose. Anlässlich des weltweiten Aktionstags feierten wir Fortschritte in Forschung und Therapie und warfen einen Blick auf künftige Entwicklungen. Insgesamt unterstützten 26 Organisationen unseres Konzerns den Aktionstag und stellten ihre Arbeit vor.

Außerdem kündigten wir die neue Kampagne #MSInsideOut an, mit der wir Betroffene unterstützen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Krankheit zu schaffen. Zur Initiative gehörte eine Zusammenarbeit mit dem sozialen Netzwerk Shift.ms; dieses ist Produzent des neuen Dokumentarfilms „Interpreting MS“. Der Film zeigt einzigartige Perspektiven von Menschen mit MS. Er feierte in Berlin auf dem „34th Congress of the European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis“ (ECTRIMS) im Oktober Premiere.

Begleitend zur Premiere des Dokumentarfilms veröffentlichten wir den Bericht „Living with Multiple Sclerosis: The Carer‘s Perspective“. Er geht auf die Erfahrungen derjenigen ein, die sich um MS-Patienten kümmern. Der Bericht entstand in Zusammenarbeit mit der „International Alliance of Carer Organisations“ (IACO) und Eurocarers, dem europäischen Netzwerk informeller Pflegekräfte und ihrer Organisationen. Eine Umfrage unter MS-Pflegekräften in sieben Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Spanien und USA) kam zu folgendem Ergebnis: Beinahe die Hälfte der Befragten begannen im Alter von 34 Jahren oder jünger damit, einen Betroffenen zu pflegen. Ein Drittel der Befragten nahm diese Aufgabe bereits seit elf Jahren oder länger wahr. Außerdem gab beinahe die Hälfte von ihnen an, dass sich ihre Pflegetätigkeit negativ auf ihre Zukunftspläne und Lebensziele auswirkt. Ein ähnlich großer Anteil der Befragten antwortete, unter starker oder hoher Belastung zu stehen. Für mehr als die Hälfte verstärkt sich diese emotionale Belastung noch durch folgenden Umstand: Dass die Menschen in ihrem Umfeld nicht wirklich verstehen, was es bedeutet, sich um jemanden mit MS zu kümmern. „MS in the 21st Century“ ist eine von unserem Unternehmen gesponserte Initiative. Sie rief im Berichtszeitraum eine Internetseite für den Austausch zwischen Patienten und medizinischen Fachkräften ins Leben.

Weltmalariatag

Seit 2015 beteiligt sich unser Unternehmen am Weltmalariatag, der jedes Jahr am 25. April stattfindet. Wir organisieren Kampagnen, um über die Krankheit aufzuklären, und engagieren uns mit verschiedenen Aktivitäten beim Programm „One Merck for Malaria“. 2018 führten wir Veranstaltungen in Accra (Ghana) durch, um das „National Malaria Control Program“ des Landes zu unterstützen. Dafür kooperierten wir mit der „Infanta Malaria Prevention Foundation“ der First Lady von Ghana und dem ghanaischen Unternehmen ASPIRx. Die Veranstaltungen, zu denen auch ein wissenschaftliches Symposium gehörte, mündeten in die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, ein Konsortium zu gründen. Dieses Konsortium soll sowohl die Malariaidentifizierung als auch den Einsatz schneller und effektiver Malariapräventionslösungen für schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen vorantreiben.

Weltdiabetestag

Für den Weltdiabetestag am 14. November 2018 starteten wir eine Kampagne mit dem Motto: „Sehen. Bremsen. Stoppen.“ Die Kampagne verfolgt drei Ziele: Sie soll Menschen dabei helfen, die Risiken und Symptome von Typ-2-Diabetes zu erkennen, das Voranschreiten der Krankheit zu verlangsamen und Typ-2-Diabetes bei sich selbst oder anderen zu verhindern. Wir setzten unsere Partnerschaft mit der „International Diabetes Federation“ (IDF) fort und arbeiteten an einer Reihe von Aufklärungsmaßnahmen. Ziel ist es, über und Diabetesprävention zu informieren und den weltweiten Anstieg von Typ-2-Diabetes zu reduzieren.

Online-Kampagne für Diabetes

Laut der International Diabetes Federation gab es 2015 in Afrika 14 Millionen Fälle von Diabetes. Bis 2040 soll sich diese Zahl sogar verdoppeln. Etwa 60 % der Fälle werden nicht diagnostiziert. Das Bewusstsein für die frühen Anzeichen von Diabetes ist – selbst in medizinischen Fachkreisen – gering. Wir wollen die Früherkennung der Krankheit verbessern und das Bewusstsein für Diabetes fördern. Dazu haben wir im März 2015 gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Online-Kampagne DORA (Diabetes Online Risk Assessment) ins Leben gerufen. Das Ziel von DORA ist es, das Wissen zu Diabetes zu vergrößern. Dafür stellen wir auf der Online-Plattform kostenlose Selbsteinschätzungstests bereit. Mit ihnen lässt sich das eigene Diabetesrisiko bestimmen. Abhängig vom Testergebnis können Teilnehmer anschließend in Partnerapotheken kostenlose Bluttests durchführen lassen. Weist der Bluttest auf Diabetes hin, erhalten die Betroffenen ein Starterpaket, das helfen soll, die Krankheit zu Hause zu überwachen. Bisher kam DORA in Äthiopien, Ghana, Kenia, Mauritius, Mosambik, Namibia und Südafrika zum Einsatz. Im Jahr 2018 dehnten wir das Programm auf Angola, Botswana, Tansania und Uganda aus. Seit dem Start besuchten mehr als eine Millionen Menschen die DORA-Webseite.

Initiative „Healthy Women, Healthy Economies“

Fast ein Viertel aller Frauen weltweit ist durch vermeidbare Ursachen – beispielsweise übertragbare und nicht-übertragbare Krankheiten – darin eingeschränkt, ihr wirtschaftliches Potenzial voll auszuschöpfen. Außerdem verbringen Frauen erhebliche Zeit mit unbezahlter Arbeit. Das wirkt sich auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden aus. Um diese Herausforderungen anzugehen, riefen wir „Healthy Women, Healthy Economies“ ins Leben. Diese gründeten wir gemeinsam mit Vertretern mehrerer Regierungen unter der Schirmherrschaft der Asia-Pacific Economic Cooperation (APEC). Ziel von „Healthy Women, Healthy Economies“ ist es, Richtlinien festzulegen und umzusetzen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen verbessern. Damit soll deren wirtschaftliche Teilhabe gefördert werden. Die Initiative entwickelte ein Instrumentarium mit Empfehlungen, um die Gesundheit von Frauen zu verbessern. „Healthy Women, Healthy Economies“ ist ein zentraler Bestandteil unseres Engagements. Dazu gründeten wir Kooperationen: Mit ihnen wollen wir sinnvolle Veränderungen herbeiführen und Forschungen unterstützen, welche die sozio-ökonomischen Auswirkungen gesundheitlicher Belastungen für Frauen quantifiziert.

Unsere Kooperationen

Gemeinsam mit der philippinischen Regierung und der Philippine Thyroid Association (PTA) schulten wir mehr als 2.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen zum Thema Schilddrüsenerkrankungen – ein Krankheitsbild, das besonders häufig Frauen betrifft. Bis Ende 2018 erreichte die Kampagne fast acht Millionen Menschen auf den Philippinen.

In Jordanien sensibilisierten wir Frauen – gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation „Royal Health Awareness Society“ – für Schilddrüsenerkrankungen. Außerdem schulten wir Mitarbeiter im Gesundheitswesen zum Thema Schilddrüsenerkrankungen bei Frauen. Über die Internetseite der Organisation und die begleitende Sensibilisierungskampagne in den sozialen Netzwerken erreichten wir über 7.000 Patienten. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Veranstaltung schulten wir über 120 Gesundheitsdienstleister.

Außerdem haben wir weitere Projekte in Brasilien, Spanien und den USA gesponsert und durchgeführt.

Auswirkungen gesundheitlicher Belastungen bei Frauen verstehen

In Asien haben wir unsere dortigen gemeinnützigen Partnerorganisationen dabei unterstützt, sozio-ökonomische Entwicklungen vor Ort besser zu verstehen. 2018 beauftragten wir die „The Economist Intelligence Unit“ mit einer Studie zu demografischen Trends, Entscheidungen zur Elternschaft und familienbezogenen politischen Entscheidungen in Japan, China und den Schwellenländern in Südostasien.

In den USA führen wir mit dem „March of Dimes Center for Social Science Research“ sechs Studien durch. Diese sollen dabei helfen, die Zusammenhänge zwischen Wirtschafts- und Arbeitgeberpolitik, Frauengesundheit und Produktivität sowie Geburten zu verstehen. In Kooperation mit dem „Wilson Center“ unterstützten wir die Entwicklung eines Kurzdossiers mit dem Titel „The Juggling Act of Caregiving: Balancing Career, Health, and Gender Roles“.

Außerdem betreiben wir Forschung, um noch besser zu verstehen, wie sich Multiple Sklerose auf das Leben von Frauen in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko auswirkt. Diese Forschungsarbeit baut auf dem europäischen Bericht auf, den wir im Oktober 2017 veröffentlichten.

Initiative „Embracing Carers“

Embracing Carers“ ist unsere weltweite Initiative, die wir gemeinsam mit führenden Pflegeorganisationen umsetzen. Ihr Ziel: Bewusstsein zu schärfen für die oft übersehenen Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen und Betreuungspersonen, die öffentliche Diskussion darüber anzustoßen und Maßnahmen umzusetzen. Wir glauben, dass das Thema Pflege eines der am wenigsten angesprochenen Themen der Gesundheitspolitik ist. Pflegende Angehörige und Betreuungspersonen verbringen viel Zeit damit, sich um jemand anderen zu kümmern; häufig erhalten sie aber nicht die Anerkennung und die Unterstützung, die sie dafür benötigen. Wir sensibilisieren für die Probleme, mit denen solche Personen konfrontiert sind. Außerdem aktivieren wir für ein verstärktes Engagement, etablieren globale Best Practices und erstellen Informationsmaterial. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, die Unterstützung von Betreuern tiefer im gesamten Spektrum der Pflege zu verankern. 2018 unterstützte „Embracing Carers“ Betreuungspersonen sich Gehör zu verschaffen und weitete die Initiative auf Brasilien und China aus. Zudem erstellte die Initiative spezielles krankheitsspezifisches Material zum Thema Pflege. Sie arbeitete dabei mit einschlägigen Selbsthilfegruppen zusammen, um im November 2018 den ersten „Global State“ überhaupt zu erfassen. Dieser zeigte einen Bedarf an unbezahlten Betreuungspersonen auf – insbesondere in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Kanada, Spanien und den USA.

Prädiabetes
Vorstadium zum Typ-2-Diabetes.
öffentlich-private Partnerschaft
Als öffentlich-private Partnerschaft (Public-Private Partnership, PPP) wird die Zusammenarbeit von öffentlichen Körperschaften, Privatunternehmen und/oder Not-for-Profit-Organisationen bezeichnet.
Stakeholder
Als Stakeholder bezeichnet man Personen oder Organisationen, die ein Interesse und/oder einen berechtigten Anspruch an einem Unternehmen haben. Zu den Stakeholdern gehören beispielsweise Mitarbeiter, Geschäftspartner, Nachbarn von Standorten oder Aktionäre.

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