Fortschrittsmitteilung 2019 zur Umsetzung der Prinzipien des Global Compact
Seit 2005 nehmen wir am UN Global Compact, einer Initiative der Vereinten Nationen, teil. Als Unterzeichner des UN Global Compact bekennen wir uns zu den zehn Prinzipien bezüglich Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Diese basieren auf zentralen Konventionen der Vereinten Nationen. Gleichzeitig fordert der UN Global Compact alle unterzeichnenden Unternehmen auf, sich im eigenen Einflussbereich aktiv für die Umsetzung der Prinzipien einzusetzen.
In der folgenden Tabelle stellen wir die wesentlichen, von uns ergriffenen Maßnahmen dar, um im Jahr 2019 die Prinzipien des Global Compact umzusetzen.
Link: www.unglobalcompact.org
Menschenrechte
Prinzip 1:
Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Ausweitung der Risikobetrachtung zu Menschenrechten und moderner Sklaverei unseres „Compliance Risk Reporting & Self-Monitoring“-Prozesses
- Reporting von menschenrechtlichen Themen im Rahmen unseres „Compliance Risk Reportings“
- Behandlung der Themen Menschenrechte und moderne Sklaverei im Initialtraining „EHS StartUp!“ für neue EHS-Manager
- Öffnen unseres bisher nur für Mitarbeiter zugänglichen Hinweisgebersystems „SpeakUp Line“ für externe Stakeholder
- Aktualisierung der „Merck-Menschenrechtscharta“ unter Einbezug externer Stakeholder
- Verabschiedung der konzernweiten „Social and Labor Standards Policy“
- Einführung eines jährlichen Online-Kurses zur „Menschenrechtscharta“ sowie der „Social and Labor Standards Policy“ für Managing Directors und die Führungsebene direkt unterhalb der Geschäftsleitung
Relevante GRI-Indikatoren:
103-2: 412, 412-2
Verweis:
Prinzip 2:
Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Schulungsaktivitäten für Einkaufsmitarbeiter zum Thema Nachhaltigkeit und Menschenrechte
- Einladung von Lieferanten zu einer Schulung von „Together for Sustainability“ (Initiative für nachhaltige Lieferketten in der chemischen Industrie) in Schanghai (China)
- Eigene und externe Auditierung und Überprüfung von Lieferanten zu CR-Themen sowie Einholung von Selbstauskünften
- Vorsitz der „Responsible Mica Initiative“ und Mitarbeit in Arbeitsgruppen
Relevante GRI-Angaben:
412-3, 414-1, 414-2
Arbeitsnormen
Prinzip 3:
Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Interne Audits zu den Arbeitsplatzaspekten der „Menschenrechtscharta“, die in unserer „Social and Labor Standards Policy“ konkretisiert werden
- Eigene und externe Auditierung und Überprüfung von Lieferanten zu CR-Themen sowie Einholung von Selbstauskünften
- Regelmäßige und umfassende Einbindung lokaler Arbeitnehmervertretungen in Unternehmensentscheidungen
- Überprüfung von Menschenrechtsaspekten während unserer „Site Security Risk Assessments“
Relevante GRI-Angaben:
102-41,
402-1, 407-1
Prinzip 4:
Unternehmen sollen für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit eintreten.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Interne Audits zu den Arbeitsplatzaspekten der „Menschenrechtscharta“, die in unserer „Social and Labor Standards Policy“ konkretisiert werden
- Veröffentlichung des von der Geschäftsleitung verabschiedeten UK Modern Slavery Statement auf unserer Webseite
- Eigene und externe Auditierung und Überprüfung von Lieferanten zu CR-Themen sowie Einholung von Selbstauskünften
- Behandlung der Themen Menschenrechte und moderne Sklaverei im Initialtraining „EHS StartUp!“ für neue EHS-Manager
Relevante GRI-Angaben:
409-1
Prinzip 5:
Unternehmen sollen für die Abschaffung von Kinderarbeit eintreten.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Interne Audits zu den Arbeitsplatzaspekten der Menschenrechtscharta“, die in unserer Social and Labor Standards Policy“ konkretisiert werden
- Vorsitz der „Responsible Mica Initiative“ und Mitarbeit in Arbeitsgruppen
- Eigene und externe Auditierung und Überprüfung von Lieferanten zu CR-Themen sowie Einholung von Selbstauskünften
Relevante GRI-Angaben:
408-1
Prinzip 6:
Unternehmen sollen für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit eintreten.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Überarbeitung des Mandats unseres für Vielfalt verantwortlichen Komitees „Diversity Council“
- Erarbeiten von Zielen und Maßnahmen zur ausgewogenen Besetzung von Positionen der verschiedenen Hierarchieebenen auf Unternehmensbereichssebene; Übertreffen des Ziels, den Anteil der weiblichen Führungskräfte („Rolle 4+“) bis zum Jahr 2021 stabil bei 30 % zu halten (2019: 33 %)
- Ausweitung der internen Angebote zum Thema Vielfalt
- Konzernweite Einführung und Integration eines Schulungsprogramms zum Thema „Unconscious Bias“ („unbewusste Denkmuster“)
- Einrichten des Online-Tools „Job Analyzer“ zur geschlechtsneutralen Kommunikation mit Bewerbern
Relevante GRI-Angaben:
102-8, 202-1, 202-2, 401-1, 401-3, 404-1, 404-3, 405-1, 405-2, 406-1
Verweis:
Umweltschutz
Prinzip 7:
Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Bestehen von externen Überprüfungen bezüglich des Gruppenzertifikats nach ISO 14001:2015 an zehn Standorten
- Durchführung von 41 internen EHS-Audits, bei denen 93 % der auditierten Standorte als „gut“ oder „befriedigend“ bewertet wurden
- Reduktion der CO2-Emissionen im Vergleich zu 2006 um 15 % (2018: 11 %) bei gleichzeitigem Wachstum unseres operativen Geschäfts (Reduktionsziel bis 2020: 20 % im Vergleich zum Basisjahr 2006)
- Maßnahmen zur Gewährleistung der Produktsicherheit (beispielsweise REACH, GHS, Global Product Strategy) sowie der Prozess- und Anlagensicherheit (beispielsweise „Risk Management Process“)
- Nutzung des „Merck Waste Scoring System“ mit dem Ziel, die Umweltbelastung durch unseren Abfall bis 2025 um 5 % zu verringern: 1,6 % Reduktion erreichten wir 2019 (2018: 0,9 %)
- Start der Initiative „ProMec“ am Standort Darmstadt mit dem Ziel, Kreislaufwirtschaft zu fördern, indem wir das Lösemittel-Recycling ausweiten, um negative Umweltauswirkungen bei der Entsorgung von Produktionsabfällen zu verringern
- Reduktion unseres Wasserverbrauchs in Wasserstressgebieten um 21 % im Vergleich zu 2016 (2018: 11 %)
Relevante GRI-Angaben:
201-2, 301-1, 302-1, 303-1, 305-1, 305-2, 305-3, 305-6, 305-7
Prinzip 8:
Unternehmen sollen Initiativen ergreifen, um größeres Umweltbewusstsein zu fördern.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Systematische Untersuchung von Energie-Einsparpotenzialen an unseren Produktionsstandorten
- Einführung eines Sets mit mehr als 70 standardisierten Kennzeichnungen für Abfall, Recycling und Kompostierung unseres Unternehmensbereichs Life Science an allen Standorten
- Vermarktung von umweltbewussteren Produktalternativen wie Cyrene™ – bei den „Environmental Leader Awards 2019” als „Environmental Product of the Year” ausgezeichnet
- Angebote an Mitarbeiter zur Förderung nachhaltiger Mobilität (beispielsweise Jobtickets und Nutzung von Leihfahrrädern)
- Bereitstellung einer umfassenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an unserem Firmenhauptsitz, die unsere Mitarbeiter teilweise auch privat nutzen können
Relevante GRI-Angaben:
301 - 308
Prinzip 9:
Unternehmen sollen die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien beschleunigen.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- Einführung einer neuen, für unsere Kunden nutzbare Version unseres Online-Tools DOZN™ zur Bewertung nachhaltigerer Alternativen zu verschiedenen Chemikalien
- Entwicklung nachhaltiger Produkte wie Flüssigkristalltechnologien, Rohstoffe für Naturkosmetik und „grünere“ Alternativen von Chemikalien: Erweiterung unseres Angebots an „grünen“ Lösungsmitteln
- Verringerung von Verpackungsmaterialien beziehungsweise Einsatz von nachhaltigeren Verpackungsmaterialien im Rahmen unserer nachhaltigen Verpackungsstrategie „SMASH Packaging“
- Kontinuierliche Ausweitung des Recyclingprogramms für unsere Life-Science-Kunden
Relevante GRI-Angaben:
302-4, 302-5, 305-5
Korruptionsbekämpfung
Prinzip 10:
Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.
Wesentliche Maßnahmen 2019:
- 50 interne Audits zu korruptionsbezogenen Risiken
- Teilnahme von über 35.000 Mitarbeitern und externen Beschäftigten an einem Onlinetraining zu unserer Antikorruptionsrichtlinie
- Teilnahme von über 50.000 unserer Mitarbeiter und Auftragnehmer an unserem unternehmensbereichsspezifischen E-Learning-Kurs zu unserem Verhaltenskodex und Ausweitung des Kurses auf 20 weitere Sprachen
- Konzernweite Kommunikationskampagne zur Bekanntheitssteigerung unserer „SpeakUp Line“ zur anonymen Meldung von Korruptionsvorfällen
- Jährliche Veröffentlichung von EFPIA-Transparenz-Reports
Relevante GRI-Angaben:
102-16, 102-17, 205-1, 205-2, 205-3, 415-1