Herausforderung
Lehrkräfte werden krank wie jeder andere Mensch auch. Ein Normalfall, der aber in abgelegenen, ländlichen Regionen zu Problemen führen kann. Denn in diesen Gebieten gibt es häufig keine Vertretung. Ist ein Lehrer krank, fällt mit ihm auch der Schulunterricht aus. Die Folgen tragen die Kinder: Sie fallen beim Lernstoff zurück und verlieren den Anschluss.
Unsere Mission: VerbindenVirtuelle Vertretung
SkipLösung
Vor allem Schulen in entlegenen Orten großer Länder wie China können von den Möglichkeiten, die das Internet bietet, profitieren. Das Internet kann einen Lehrer zwar nicht ersetzen. Aber es kann Schüler und Vertretungslehrer miteinander verbinden. Smarte Antennen mit Flüssigkristallen könnten sich künftig mit Satelliten im All verbinden und eine stabile, zuverlässige Hochleistungsverbindung zum Internet schaffen. So kann der Unterricht einfach online stattfinden.
Mehr erfahrenDas Internet der Zukunft kommt aus dem All: Zurzeit arbeiten weltweit viele Telekommunikationsunternehmen daran, das Internet in den Weltraum zu verlegen. Zum Einsatz kommen sollen dabei viele kleine Satelliten in erdnaher Umlaufbahn. Wir verfolgen das Ziel, diese zukünftige Art der Satellitenkommunikation erschwinglicher zu machen. Dazu entwickeln wir eine Flüssigkristalltechnologie, die einen neuen Typ flacher, „smarter“ Antennen möglich macht. Die Antennen werden benötigt, um eine Verbindung zu den Satelliten im All herzustellen. Damit sind neuartige, digitale Anwendungen denkbar. Außerdem kann die Satelliten-Technologie eine Internetverbindung auch für Menschen in abgelegenen Gegenden oder Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen bezahlbar machen.
Flüssigkristall-Technologie
Notebooks, Flachbildfernseher oder Smartphones: Diese Technologien wären ohne Flüssigkristalle undenkbar. Ihre Entdeckung reicht ins Jahr 1888 zurück. Wissenschaftler beobachteten während eines Experiments ein seltsames Phänomen: Beim Erhitzen bestimmter chemischer Verbindungen nahmen diese einen Aggregatzustand ein, der weder fest noch flüssig, aber auch nicht gasförmig war. Die Wissenschaftler sprachen von „flüssigen Kristallen“.
Seit über 110 Jahren erforscht unser Unternehmen die Einsatzmöglichkeiten von Flüssigkristallen. Bereits 1969 führten wir unsere Marke licristal® ein, unter der wir Flüssigkristallmaterialien für leistungsstarke Displays herstellen.
Seitdem haben wir nie aufgehört, innovative Einsatzgebiete für Flüssigkristallmaterialien und -technologien zu entwickeln: von farbintensiven Displays, „intelligenten“ Fenstern und digitaler Optik bis hin zu schnellerer und zuverlässigerer Kommunikation durch smarte Antennentechnologie.
Quiz: Was macht eine Antenne „smart“?
A
Smarte Antennen verwenden künstliche Intelligenz, um verschlüsselte Signale zu entschlüsseln.
B
Smarte Antennen verfolgen den Weg von Satelliten im All automatisch. Sie sorgen für eine stabile Satellitenverbindung sowie eine ausgezeichnete Übertragungsgeschwindigkeit.
C
Smarte Antennen können fehlende Daten von eingehenden Signalen interpretieren und diese automatisch ergänzen, um die Übertragung zu vervollständigen.
Smarte Antennen: steuerbar und effizient
Damit eine Signalübertragung stattfinden kann, braucht eine Antenne auf der Erde „Sichtkontakt“ zum Satelliten im All. Um diesen Kontakt sicherzustellen, muss sie sich entsprechend ausrichten. Das funktioniert bei klassischen Antennen mithilfe von Motoren und komplizierter Mechanik. Nachteile: Das macht sie sperrig – und sie müssen regelmäßig und kostspielig gewartet werden.
Neue Technologien schaffen da Abhilfe: Sie machen sogenannte phasengesteuerte Array-Antennen möglich. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Antennen, deren ausstrahlenden Signale elektronisch gesteuert werden können. Die Ausrichtung der Antenne erfolgt elektronisch. Daher muss sie nicht so oft gewartet werden wie die mechanische Variante. Zudem sind Array-Antennen flacher gebaut, wodurch sie flexibel einsetzbar sind.
Und es gibt weitere Vorteile: Dank der integrierten Flüssigkristall-Technologie sind die Antennen besonders energieeffizient steuerbar. Außerdem kann man sie schneller und kostengünstiger herstellen. Denn sie werden in Massenproduktion dort gebaut, wo auch Flüssigkristall-Displays hergestellt werden.
Daten sind die Zukunft
1969 wurde der Grundstein für das Internet gelegt: Alles begann mit einer einfachen Nachricht, die von einem Computer im Stanford Research Institute an einen anderen in Los Angeles geschickt wurde. Heute, über 50 Jahre später, übertragen wir enorme Datenmengen. Schätzungen zu Folge werden pro Tag etwa 2,5 Trillionen Byte Daten1 erzeugt – das ist eine Zahl mit 18 Nullen! Und es werden immer mehr: Die Datennachfrage wächst jährlich um etwa 25 %, bei mobilen Daten sogar um fast 50 %. Unsere Zukunft ist digital. Das steht außer Frage. Umso wichtiger ist es, Übertragungswege zu schaffen, die stabil, schnell, flexibel und für alle erschwinglich sind. Smarte Antennen können dabei helfen.
1) Quelle: www.forbes.com
Die Welt wird immer vernetzter
Bis 2030 werden 125 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. 2017 waren es noch 27 Milliarden.1
1) Quelle: www.iss.europa.eu
Die abgelegensten Regionen erreichen
Dieter Schroth
Global Head of One Display & Smart Antenna
Dieter Schroth leitet das Smart-Antenna-Geschäft innerhalb des Geschäftsbereichs Display Solutions unseres Unternehmens. Als Senior Director verantwortet er in diesem Bereich die strategische Geschäftsentwicklung und treibt neue Wachstumsinitiativen voran.
| Ausbildung: | Betriebswirtschaftslehre – Marketing, Organisation und Psychologie |
|---|---|
| Bei Merck seit: | 1998 |
| Fokusfelder: | Smarte Antennen und Display-Innovationen |
Bestens verbunden
Wussten Sie, dass der Weg von Containerladungen, die per Schiff auf dem Meer unterwegs sind oder per Lkw in abgelegene Landstriche gelangen, nur mithilfe von Satellitentechnologie verfolgt werden kann? Auch Geräte, die kritische Infrastrukturen wie Stromleitungen oder Gas-Pipelines überwachen, sind oft in kaum erschlossenen Gebieten platziert. Um auf sie zuzugreifen und ihre Daten auszuwerten, braucht es die richtige Satelliten- und Antennentechnik. Flüssigkristall-basierte „smarte“ Antennen spielen zukünftig eine wichtige Rolle beim Aufbau solcher innovativer Telekommunikationsnetze.
Intelligent und nachhaltig
Flüssigkristall-Antennen verbrauchen weniger Strom als herkömmliche Antennen. Sie könnten sogar mit Solarenergie betrieben werden. Ihr schlankes Design sorgt für eine ressourceneffiziente Herstellung und lässt sich leicht in bestehende Konstruktionen und Plattformen integrieren. Darüber hinaus sind sie zuverlässiger als herkömmliche Antennen und haben eine längere Lebensdauer. Denn die smarten Antennen haben keine Bauteile, die man warten, reparieren oder austauschen muss – das spart Kosten und Ressourcen gleichermaßen. Ihre flache Bauweise mit ihrem geringen Luftwiderstand sorgt außerdem dafür, dass der Kraftstoffverbrauch sinkt, wenn Fahrzeuge mit diesen Antennen bestückt sind.
Nicht zuletzt gehen wir davon aus, dass die Flüssigkristall-Antennen zukünftig kostengünstig produziert werden. Somit können sich auch Menschen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen diese Technologie leisten. Wir sind überzeugt: Unsere Zukunft „smart“ zu gestalten, kann sie auch nachhaltiger machen.
Unser Engagement für die SDGs
Die weltweite Kommunikation erleichtern
Unsere Mission ist klar: Wir wollen Wert schaffen, für unser Unternehmen genauso wie für die Gesellschaft. Für uns in Form von Geschäftserfolg – für die Gesellschaft, indem wir die drahtlose Kommunikation zuverlässiger, schneller und erschwinglicher machen. Dieses Ziel steht im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).
Die Flüssigkristall-Technologie, die wir für „smarte“ Antennen entwickeln, kann dazu beitragen: Sie ermöglicht ganz neue technologische Anwendungen, die wiederum dabei helfen können, in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen eine nachhaltige und widerstandsfähige Infrastruktur aufzubauen (SDG-Unterziel 9.a.).
Wir wissen: Die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung kann niemand allein erreichen. Deswegen arbeiten wir mit Partnern auf der ganzen Welt zusammen (SDG-Unterziel 17.16.). Denn nur wer Wissen, Erfahrung und Technologien mit anderen teilt und finanzielle Ressourcen bereitstellt, kann seinen Beitrag zur Erreichung dieser Ziele leisten.
Die Gesellschaft steht vor großen Hausforderungen. Um sie zu lösen, spielen stabile und schnelle Datenverbindungen – auch an abgelegenen Orten – eine zentrale Rolle.”