Gesellschaft

Kultur und Bildung

Mit kulturellen Initiativen und Bildung wollen wir die Offenheit und Toleranz gegenüber Neuem fördern und Neugier sowie Kreativität stärken. Wir sind davon überzeugt, dass besonders Musik und Literatur zu einer besseren Verständigung zwischen den Kulturen beitragen. Bildung ist für uns ein Schlüssel für die geistige und berufliche Entwicklung von Menschen. Deshalb unterstützen wir an vielen unserer Standorte Bildungsprojekte und vergeben etwa Stipendien oder fördern ausgewählte Unterrichtseinheiten.

Unsere Grundsätze

Weltweites Bildungsengagement

Unser Ziel ist es, besonders bei jungen Menschen das Interesse an naturwissenschaftlichen Themen zu fördern und interessierten Jugendlichen den Weg für ein naturwissenschaftliches Studium zu ebnen. Wir möchten Schüler und Studierende unterstützen, die sich für Naturwissenschaften begeistern. Dazu laden wir Kinder und Jugendliche ein, ihre Freude am Experimentieren in unseren Juniorlabs auszuleben. Darüber hinaus unterstützen wir seit mehr als 30 Jahren den Wettbewerb „Jugend forscht“. Seit 1996 richten wir die hessischen Landeswettbewerbe aus, zweimal waren wir Gastgeber des Bundesentscheids.

Musik und Literatur als Botschafter

Bereits 1966 gründeten wir in Darmstadt die Deutsche Philharmonie Merck. Was als Werkorchester begann, ist heute ein professionelles Sinfonieorchester. Die Philharmonie ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Darmstadt und unternimmt regelmäßig internationale Konzertreisen. In unserer Orchesterwerkstatt sammeln zudem Kinder und Jugendliche Erfahrungen in einem Profi-Orchester.

Wie Musik ist auch Literatur ein wichtiger Mittler zwischen Kulturen. Wir vergeben daher weltweit fünf Literaturpreise. Ausgezeichnet werden damit vor allem Autoren, die sich als Brückenbauer zwischen Kulturen aber auch zwischen Literatur und Wissenschaft hervortun.

Fortschritt

SPARK: Die nächste Forschergeneration für Naturwissenschaft begeistern

Anfang 2016 startete unser Unternehmensbereich Life Science das Programm SPARK, das bei Schülerinnen und Schülern die Lust und Neugier an Naturwissenschaft wecken und sie für eine Laufbahn in -Berufen motivieren soll. Hauptbestandteil des SPARK-Programms sind sogenannte Curiosity Labs™. Darin legen die Jugendlichen selbst Hand an und lernen durch interaktive naturwissenschaftliche Lehrstunden im eigenen Klassenzimmer Duftstoffe, den Erbgutträger DNA oder die Chemielumineszenz kennen – das sind chemische Reaktionen, bei denen Licht entsteht.

Im SPARK-Programm geben Mitarbeiter aus dem Unternehmensbereich Life Science ihr Wissen ehrenamtlich an Schüler weiter. Im Februar und März 2016 ermöglichten erstmals 3.465 Mitarbeiter Schülern in 36 Ländern beispielsweise spannende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Durch Curiosity Labs™, Werksführungen, Berufsberatungen und andere Aktivitäten ermöglichten sie Jugendlichen spannende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Bestärkt von dem positiven Feedback der jungen Leute, gründen wir nun an unseren verschiedenen Life-Science-Standorten eigene SPARK-Teams.

Zweites Juniorlabor an der TU Darmstadt eröffnet

Seit 2008 betreiben wir zusammen mit der Technischen Universität (TU) Darmstadt ein Juniorlabor für das Fach Chemie und haben unser Engagement 2016 mit einem zweiten Labor ausgeweitet. Im sogenannten livfe BioLab können Schüler nun unter Anleitung auch biologische Experimente durchführen. Das Lernlabor verbindet Schulunterricht mit aktuellen Themen und modernen Methoden der biologischen Forschung.

Stipendien für Studierende in Indien

In Indien können viele junge Menschen nicht studieren, weil sie das Studium nicht finanzieren können. Deshalb unterstützt der Merck India Charitable Trust (MICT) Studierende aus benachteiligten Familien in Mumbai. 2016 erhielten 89 Studenten ein Stipendium, das fünf bis sieben Jahre Studiengebühren sowie den Bedarf an Studienmaterialien abdeckt.

Förderung von Medizin- und Pharmaziestudenten in China

Seit 2011 vergeben wir zweijährige Stipendien an talentierte Studierende in China, die aus einem sozial schwachen Umfeld kommen. Dabei unterstützen wir vor allem Medizin- und Pharmaziestudenten an der Fudan-Universität in Shanghai. Die Fudan-Universität ist eine der renommiertesten Universitäten Chinas und wird unter den Top 100 Universitäten weltweit gelistet. Bisher profitierten 600 Studierende von unseren Stipendien, allein im Jahr 2016 waren es 120 – darunter auch Doktoranden und bereits graduierte Studenten, die sich für ein Aufbaustudium entschieden hatten.

Zudem ermöglicht unser Unternehmensbereich Healthcare seit 2016 Stipendien für MBA-Studenten der National School of Development (NSD) an der Universität in Peking.

Indien: Schulkinder als Künstler

2016 beteiligten wir uns in Indien an der Art-By-Children-Veranstaltung: 5.000 Kinder an 100 Schulen wurden dazu ermutigt, sich künstlerisch zu betätigen. Die Veranstaltung ist Teil der Kochi-Muziris Biennale, der größten öffentlichen Kunstveranstaltung in Südasien. Kreatives Lernen wird mit musischer Erziehung verknüpft, dadurch soll das kreative Potenzial der Kinder gestärkt werden.

50 Jahre Deutsche Philharmonie Merck

Die Deutsche Philharmonie Merck feierte in der zweiten Saison 2016 ihr 50-jähriges Jubiläum – in der ersten Saison 2017 gehen die Feierlichkeiten weiter. Erster Höhepunkt der Jubiläumssaison war das Eröffnungskonzert im September 2016 in der Basilika des Klosters Eberbach in Eltville am Rhein. Mit „HipHop trifft Klassik“ veranstaltete die Deutsche Philharmonie Merck außerdem im gleichen Monat erstmalig ein Cross-over-Projekt mit der Münchner Hip-Hop-Formation Einshoch6 in der Frankfurter Jahrhunderthalle.

2016 besuchten insgesamt etwa 23.000 Menschen die Konzerte der Deutschen Philharmonie Merck. Im Mai 2016 konzertierte das Orchester im Rahmen einer internen Veranstaltung unseres Unternehmens in Madrid.

Literaturpreise für Brückenbauer

In Deutschland stiften wir seit 1964 den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essays, der mit 20.000 € dotiert ist. Dieser Preis ging 2016 an die Autorin Kathrin Passig. Sie wurde für „ihre originellen, thematisch breit gespannten Texte, die sich virtuos zwischen Blog, Buch und Essay bewegen“ ausgezeichnet, so die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. 2015 erhielt die Journalistin und Schriftstellerin Gabriele Goettle diese Ehrung.

Der Merck-Kakehashi-Literaturpreis in Japan wurde 2014 erstmals zusammen mit dem Goethe-Institut Tokyo vergeben. Gewürdigt werden bei dieser Auszeichnung alle zwei Jahre deutsche literarische Werke, die für eine japanische Leserschaft zugänglich gemacht werden. Er ist mit 10.000 € dotiert. Den Preis erhielten 2016 die Schriftstellerin Ilma Rakusa und ihr Übersetzer Fuminari Niimoto.

Träger des indischen Literaturpreises Merck-Tagore war 2016 Sudhir Kakar, ein indischer Psychoanalytiker und Schriftsteller. Er reflektiert in zahlreichen richtungsweisenden Werken das indische Seelenleben. Diesen Preis vergeben wir alle zwei Jahre gemeinsam mit dem Goethe-Institut Kalkutta. Er ist mit 500.000 indischen Rupien (rund 7.200 €) dotiert und würdigt Autoren, die in besonderer Weise zum kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Indien beitragen.

In Italien zeichnen wir mit dem Literaturpreis Premio Letterario Merck seit 2003 Autoren aus, die wissenschaftliche Themen einem breiten Publikum nahebringen. Der Preis ist mit 10.000 € dotiert. Der Premio Letterario Merck wurde 2016 an den italienischen Mediziner Alberto Mantovani und die britische Historikerin Helen Macdonald vergeben, die es in besonderer Weise verstehen, den Brückenschlag zwischen Literatur und Wissenschaft herzustellen. 2015 ging der Preis an den US-amerikanischen Wissenschaftsjournalist David Quammen und an die französische Schriftstellerin Maylis de Kerangal.

2016 haben wir unser Engagement mit dem Merck-Übersetzerpreis in Russland ausgeweitet. Der Preis würdigt die wichtige Rolle, die Übersetzungen für den kulturellen Austausch innehaben, und ist mit 4.000 € dotiert. Wir haben ihn gemeinsam mit dem Goethe-Institut Russland erstmalig im September 2016 verliehen. Für ihre deutsch-russischen Übersetzungen zeichnete die Jury Vladislava Agafonova, Kirill Levinson und Alexandra Gorbova aus.

MINT
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.