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Interview mit Bhavya Vijay VakiL

Schon früh wusste Bhavya Vijay Vakil aus Mumbai in Indien: „Ich möchte Arzt werden“. Doch der Familie fehlte das Geld für ein Studium. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Merck Scholarship Program konnte sich Bhavya seinen Traum erfüllen. Heute arbeitet der inzwischen 26-Jährige als Assistenzarzt für Anästhesiologie in Mumbai.

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Interview

Warum wollten Sie Arzt werden?

Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Ingenieur, arbeitete aber als Lehrer – es war seine Leidenschaft. Meine Mutter ist Hausfrau. Bis zur achten Klasse habe ich mir eigentlich nie wirklich Gedanken darüber gemacht, was ich einmal werden möchte. Doch dann starb mein Vater an einem Herzinfarkt. An diesem Tag wurde mir klar: Ich möchte Arzt werden und Menschen helfen.

Wie haben Sie Ihr Ziel verfolgt?

Das war zunächst sehr schwierig. Nachdem mein Vater starb, hatten wir wenig Geld. Und ich brauchte Nachhilfe in der Schule. Meine Mutter wusste nicht, wie sie das bezahlen sollte. Als ich in die 10. Klasse kam, las mein Onkel in der Zeitung zufällig über das Stipendienprogramm von Merck. Das war meine Chance – ich habe mich sofort beworben.

... und Sie wurden angenommen. Erinnern Sie sich noch an den Moment der Zusage?

Der Anruf mit der Zusage von Merck war einer der wichtigsten Momente meines Lebens. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass dies jemals passiert. Ich war sicher, ich hätte die Bewerbung versemmelt. Stattdessen kam eine Zusage! Ich war unheimlich dankbar.

Wie hat Merck Sie konkret unterstützt?

Ab 2006 übernahm Merck für etwa sieben Jahre gut 90 % meiner Kosten für das Studium an der Maharashtra University of Health Sciences. In Indien gibt es viele lokale Stipendien. Doch das von Merck zählt zu den umfangreichsten. Merck erwartet aber auch gute Leistungen und prüft diese fortlaufend! Ich musste mein Studium erfolgreich durchziehen, um das Stipendium nicht zu verlieren. Das hat mich sehr motiviert – und ich bin schließlich gut durchgekommen.

Mittlerweile sind Sie Assistenzarzt. Haben Sie neue Ziele?

Derzeit arbeite ich als Assistenzarzt in der Anästhesie in einem Krankenhaus in Mumbai. Ich habe große Verantwortung und muss hoch konzentriert arbeiten. Das gefällt mir sehr, diese Fachrichtung möchte ich weiterverfolgen. Nach der Assistenzzeit würde ich gerne nach London gehen und mich um ein Stipendium für das FRCA, das Fellowship of the Royal College of Anaesthetists, bewerben. Dieser Abschluss für Anästhesisten hat einen sehr guten Ruf. Anschließend möchte ich aber nach Mumbai zurückkehren. Dies ist meine Heimat, hier leben meine Freunde und meine Familie. Ich möchte bei ihnen sein und ihnen genauso wie meinem Land dienen.

Ein Sprungbrett …

… für große Träume: Unser Merck India Charitable Trust (MICT) unterstützt seit 2005 sozial schwache Studierende fünf bis sieben Jahre lang mit einem Stipendium. Damit können sie in der Regel ihre Studiengebühren und -materialien finanzieren. Seit dem Start haben 54 Stipendiaten ihr Studium erfolgreich abgeschlossen – und gute Jobs gefunden, vorrangig in den Bereichen IT und Medizin.

„Mit diesem Stipendium fördert Merck die Zukunft der Nation. Junge, talentierte Menschen sollen nicht aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen vergeblich für ein gutes Leben kämpfen müssen. Deshalb sagen wir diesen talentierten Studenten, die eine neue Phase ihrer Ausbildung beginnen, eine langfristige finanzielle Unterstützung zu.“ Anand NambiarManaging Director von Merck Indien
275 Studierenden

275 Studierenden in Mumbai und Goa, Indien, finanzieren wir derzeit das Studium.

Endlich zur Schule gehen – weitere Projekte in Indien

Aus Jharkhand, Indien, beziehen wir Glimmer für die Herstellung von Effektpigmenten für die Kosmetikindustrie. Viele junge Menschen dieser Region besuchen keine Schulen. Gemeinsam mit der Organisation IGEP Foundation möchten wir das ändern: Wir betreiben in Jharkhand drei Schulen inklusive Kindergärten sowie ein Berufsbildungszentrum für das Schneider- und Schreinerhandwerk. Davon profitieren 500 Kinder und Jugendliche. An einer vierten Schule ermöglichen wir 200 Kindern mithilfe von Stipendien den Grundschulbesuch.

China und Ghana: Unterstützung für die Gesundheitsexperten von morgen

Auch in anderen Entwicklungs- oder Schwellenländern setzen wir uns für Bildung ein. Denn junge, gut ausgebildete Menschen sind der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit ganzer Regionen. Zum Beispiel vergeben wir seit 2011 zweijährige Stipendien an talentierte Studenten in China, die aus einem sozial schwachen Umfeld kommen. Dabei unterstützen wir vor allem Medizin- und Pharmaziestudenten an der Fudan Universität in Shanghai. Die Fudan Universität ist eine der renommiertesten Universitäten in China und wird unter den Top 100 Universitäten weltweit gelistet. Bisher haben 600 Studenten davon profitiert, allein 2016 waren es 120. Darunter auch Doktoranden und bereits graduierte Studenten, die sich für ein Aufbaustudium entschieden hatten.

Zudem ermöglicht unser Unternehmensbereich Healthcare seit 2016 Stipendien für MBA Studenten der National School of Development (NSD) an der Universität in Peking. In Ghana, Nigeria und Kenia zeichnen wir jährlich herausragende Studenten aus.

Fortschritt dank Neugier

„Vor dem Hintergrund ständig neuer Themen, mit denen wir uns beschäftigen, und völlig neuer Formen der Zusammenarbeit sind wir immer auf der Suche nach neugierigen und fähigen jungen Menschen, die unsere Leidenschaft für Wissenschaft und Technologie teilen. Daher wollen wir Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften begeistern und fördern eine Vielzahl an Bildungsprojekten – besonders im Umfeld unserer Standorte rund um den Globus.“ Kai BeckmannMitglied der Geschäftsleitung und Chief Administration Officer

Jugend forscht: drei Jahrzehnte Forschergeist

Der größte europäische Jugendwettbewerb in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik heißt „Jugend forscht“. Wir unterstützen ihn seit mehr als 30 Jahren. Seit 1996 richten wir zudem den hessischen Landeswettbewerb aus. Zwei Mal waren wir bereits Gastgeber des Bundesentscheids. 2018 werden wir es wieder sein – darauf freuen wir uns schon jetzt. 80 % der hessischen Jugend-forscht-Teilnehmer stammen übrigens aus Schulen, mit denen wir eine Partnerschaft haben.

Schülerspaß im Labor

Kupfermünzen vergolden, Eisen von Rost befreien, Pigmente aus Karotten isolieren: Schülerinnen und Schüler sind neugierig und lieben es, zu experimentieren. In unserem hochwertig ausgestatteten und eigens für Schulklassen eingerichteten Juniorlabor haben sie dazu ausreichend Gelegenheit. Seit Oktober 2016 ist ein ähnliches Angebot für das Fach Biologie hinzugekommen: das Lernlabor „livfe BioLab“. Es verknüpft den Schulunterricht mit aktuellen Themen sowie modernen Methoden der biologischen Forschung. Beide Labore bieten wir gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt an.

Mehr als

20.000

Mehr als 20.000 Schüler waren seit 2008 zu Gast im Merck-TU-Darmstadt-Schülerlabor „Chemie“, wo sie getüftelt und experimentiert haben.

Lehrkräfte inspirieren

Auch Lehrkräfte brauchen Inspiration. Wir unterstützen seit vielen Jahren mehr als 60 Schulen in Darmstadt und Gernsheim mit Materialien für den Unterricht sowie mit Fortbildungen für Pädagogen. Dabei geht es um Themen, in denen wir Experten sind: z.B. Chromatographie, Spektroskopie oder Laborsicherheit.

Wenn Wissenschaft Funken sprüht

Hinausgehen und Wissenschaft erlebbar machen: Das ist eines der Ziele des SPARK-Volunteering-Programms, das wir 2016 ins Leben gerufen haben. Es motiviert Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmensbereich Life Science dazu, ihr Forschungswissen ehrenamtlich an Schüler in 192 Städten weltweit weiterzugeben. Bislang ermöglichten rund 4.500 Mitarbeiter in Klassenzimmern und an unseren Standorten in 36 Ländern spannende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Über 60.000 Schüler schlüpften dabei in Laborkittel und hatten Spaß am praktischen Experimentieren.