Als produzierendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen verbrauchen wir Ressourcen und verwenden Materialien, die sich negativ auf die Umwelt auswirken können, wenn man nicht fachgerecht mit ihnen umgeht. Daher erfüllen wir an allen Produktionsstandorten strenge Schutzvorgaben.
Um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und Ressourcen langfristig zu schützen, sind ganzheitliche Ansätze nötig. Intelligenter Umweltschutz spart sowohl Ressourcen als auch Kosten.
Unsere Grundsätze
Wir wollen unsere negativen Auswirkungen auf die Umwelt kontinuierlich reduzieren. Dazu müssen wir Ressourcen wie Rohstoffe, Energie und Wasser sparsam und effizient einsetzen sowie Emissionen und Abfälle verringern.
Klare Aufgabenverteilung
Die oberste Verantwortung für den betrieblichen Umweltschutz trägt Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Administration Officer. Für die weltweite Steuerung aller Umweltschutzmaßnahmen ist die Konzernfunktion Environment, Health, Safety, Security, Quality (EQ) zuständig. Vor Ort sind die jeweiligen Standortleiter für den operativen Umweltschutz und die Arbeitssicherheit verantwortlich. Sie werden durch sogenannte EHS-Manager (Environment-Health-and-Safety-Manager) – und an kleinen Standorten von EHS-Koordinatoren – in ihrer täglichen Arbeit unterstützt und beraten.
Unsere Konzernfunktion EQ (Environment, Health, Safety, Security, Quality)

Grundlegende Strategie zum Umweltschutz
Die Grundlage für unser betriebliches Umweltmanagement bildet die konzernweite EHS-Policy (Corporate Environment, Health and Safety Policy), die wir 2016 aktualisiert haben. Sie orientiert sich nun noch stärker an den Forderungen der Responsible Care® Charter der chemischen Industrie sowie der Umweltmanagement-Norm ISO 14001 und betont die Verantwortung unserer Führungskräfte für die Handlungsfelder Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit. Darüber hinaus adressiert und ermutigt sie unsere Lieferanten, bezüglich Umweltschutz und Sicherheit ebenfalls höhere Standards einzuführen. Sie ergänzt damit die Responsible Sourcing Principles unseres Einkaufs.
Interne Richtlinien, Standards und Handlungsanweisungen konkretisieren, wie wir die Grundsätze unserer EHS-Policy in der Praxis umsetzen. Das Handbuch Merck Group EHS, Security and Quality Manual beispielsweise beschreibt, wie wir Umweltschutz und Arbeitssicherheit konzernweit organisieren. Durch interne und externe Audits stellen wir die Einhaltung aller Vorgaben sicher. Zudem können Mitarbeiter Verstöße der Compliance-Abteilung melden. Im Berichtszeitraum 2015/2016 wurden weltweit keine signifikanten Verstöße gegen Umweltgesetze und -vorschriften registriert.
Regelmäßig überprüfen und aktualisieren wir unsere internen Richtlinien, Standards und Handlungsanweisungen. Im Zuge der Übernahme des US-amerikanischen Life-Science-Unternehmens Sigma-Aldrich im Jahr 2015 wurden dort im Berichtszeitraum alle EHS-Standards überprüft und angepasst.
Gruppenzertifikat nach ISO 14001
Wir steuern unseren Umweltschutz über ein ISO-14001:2004-zertifiziertes Managementsystem. Seit 2009 hält unser Unternehmen dafür ein Gruppenzertifikat. Dies bedeutet, dass alle Produktionsstandorte mit mehr als 50 Mitarbeitern das Zertifikat einführen müssen. Anderen Standorten steht die Zertifizierung frei. Neue Standorte müssen schrittweise ein entsprechendes Umweltmanagementsystem aufbauen und sich nach ISO 14001 zertifizieren lassen. Jedes Jahr lassen wir unsere Zertifizierung extern überprüfen. Darüber hinaus stellen wir in internen Überwachungsaudits sicher, dass unsere Vorgaben eingehalten werden.
Fortschritt
ISO-14001-Zertifizierung ausgeweitet
2015 und 2016 haben wir alle Überwachungsaudits nach ISO 14001 bestanden. Sieben Standorte von Sigma-Aldrich besaßen bereits nach ISO 14001 zertifizierte Umweltmanagementsysteme, die 2016 in unser Gruppenzertifikat überführt wurden. Damit umfasst das Zertifikat 57 Standorte weltweit. 30 weitere Standorte von Sigma-Aldrich wollen wir in den Jahren 2017 und 2018 in das Zertifikat integrieren.
Seit Anfang 2015 sind auch alle Produktionsstandorte des 2014 übernommenen Unternehmens AZ Electronic Materials nach ISO 14001 zertifiziert und in das Gruppenzertifikat integriert. Außerdem haben wir die Standorte von AZ in unser internes Auditprogramm aufgenommen. Bei Abweichungen wurden entsprechende Korrekturmaßnahmen durchgeführt.
Umstellung auf ISO 14001:2015
Die internationale Standardisierungsorganisation ISO veröffentlichte im September 2015 mit der ISO 14001:2015 eine neue Version der Norm. Änderungen gab es unter anderem hinsichtlich der Lieferkette, die nun stärker in das Umweltmanagement einbezogen wird. Bis 2018 müssen wir unser Umweltmanagementsystem an diese neue Version anpassen. Im Rahmen unserer internen Audits ließen wir 2015 prüfen, inwieweit wir den aktualisierten Anforderungen bereits genügen. 2016 haben unsere einzelnen Standorte im Detail analysiert, in welchen Punkten sie noch von der Norm abweichen. Die Ergebnisse liegen uns im Frühjahr 2017 vor. Auf dieser Basis werden wir unser betriebliches Umweltmanagement entsprechend anpassen.