Als Wissenschafts- und Technologieunternehmen suchen wir fortlaufend nach neuen Lösungen und müssen uns kontinuierlich weiterentwickeln. Engagierte und neugierige Mitarbeiter sind entscheidend für unsere Innovationsfähigkeit – und damit auch für unseren Erfolg. Wir brauchen eine Unternehmenskultur, die das Wissen unserer Mitarbeiter stärkt, ihnen spannende Perspektiven eröffnet und sie dazu motiviert, beispielsweise Unternehmensprozesse aktiv mitzugestalten. Das ehrliche Feedback unserer Mitarbeiter zeigt uns, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können.
Unsere Grundsätze
Engagement fördern
Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das unsere Mitarbeiter ermutigt, querzudenken und neue Lösungen zu finden. Nur so können die bei uns arbeitenden Menschen innovative Ideen entwickeln und Marktchancen entdecken. Um das Engagement aller Mitarbeiter zu fördern, haben wir uns klare Ziele gesetzt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Innovative Ideen belohnen
Wir wollen unsere Mitarbeiter zu kreativem Denken anregen. An unserem Standort in Darmstadt können alle dort Beschäftigten ihre Ideen über das betriebliche Vorschlagswesen einbringen. Vorschläge, die in die Praxis umgesetzt werden, belohnen wir mit einer Prämie. Deren Höhe wird dadurch bestimmt, welchen Beitrag die Ideen zur Verbesserung unserer Prozesse oder zur Einsparung von Kosten leisten.
Außerdem können unsere Mitarbeiter im Zuge unseres weltweiten Innovationsprogramms „Innospire“ in regelmäßigen Abständen Ideen für neue Geschäftsmodelle einreichen. Im Unterschied zu unserem etablierten Ideenmanagement geben wir unseren Mitarbeitern bei Innospire gezielt Themen vor, zu denen sie Vorschläge machen sollen. Besondere Ideen, Teamleistungen und Projekte zeichnen wir jedes Jahr darüber hinaus mit den sogenannten „Merck Awards“ aus.
Innovationen mit jungen Wissenschaftlern entwickeln
Unser „Merck Biopharma Innovation Cup“ richtet sich an Absolventen aus aller Welt. Mit dieser Initiative wollen wir junge Talente für unser Unternehmen interessieren und gleichzeitig ein Forum für neue Ideen bieten. Aus den Bewerbungen aus der ganzen Welt wählen wir 30 Teilnehmer aus. In einem einwöchigen „Sommer-Camp“ lernen sie, wie Forschung und Entwicklung in der Pharmaindustrie funktionieren. Gemeinsam mit Ehemaligen des Konzerns erarbeiten sie neue, innovative Projektkonzepte. Das Team mit dem besten Konzept erhält 20.000 € Preisgeld.
Ideen Raum geben
Merck hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt und ist durch Übernahmen gewachsen. Wir entwickeln unseren Stammsitz in Darmstadt zu einer globalen Konzernzentrale weiter, die unsere Innovationskraft unterstützt. Sie soll flexibles Wachstum ermöglichen und unsere Unternehmensidentität widerspiegeln. Dazu haben wir 2013 die strategische Initiative „EINE globale Konzernzentrale“ gestartet.
Herzstück unserer Konzernzentrale ist unser neues Innovationszentrum, das Ende 2017 fertiggestellt wird. Bereits seit 2015 bieten wir in unserem sogenannten modularen Innovationszentrum unseren Mitarbeitern kreativen Freiraum, um in interdisziplinären Teams an zukunftsweisenden Projekten zu arbeiten.
Informieren und Austausch fördern
Mit zielgruppenspezifischen Formaten informieren wir unsere Mitarbeiter über aktuelle Themen und regen sie zum Austausch an. Beispiele dafür sind unsere internationale Kollaborationsplattform EVA sowie unsere internationale Mitarbeiterzeitschrift „pro“. Die Zeitschrift erscheint in sieben Sprachen und ist auch als Online-Magazin und als App erhältlich. Mit „pro“ erreichen wir mehr als 90 % unserer weltweit rund 50.000 Mitarbeiter in ihrer Landessprache. Lokale Ausgaben der „pro“ gibt es auch in einigen Ländern, zum Beispiel in Deutschland, in Korea, den Niederlanden und Russland. Verschiedene Newsletter der Unternehmensbereiche ergänzen das Angebot. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter über EVA und verschiedene Veranstaltungen für Corporate-Responsibility-Themen.
Unsere Belegschaft verstehen
Wir wollen die Bedürfnisse der bei uns arbeitenden Menschen verstehen. Deshalb führen wir regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durch. Der HR-Bereich „Engagement and Inclusion“, der sich mit den mitarbeiterbezogenen Themen Engagement, Vielfalt und Wertschätzung auseinandersetzt, konzipiert und steuert diese Befragungen. Die Ergebnisse geben uns Hinweise, wo wir noch besser werden können. Nach jeder Befragung planen wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen, die von den jeweiligen Einheiten gesteuert werden.
Anfang 2016 haben wir unseren Ansatz für Mitarbeiterbefragungen überarbeitet und im gleichen Jahr bereits umgesetzt. Um uns noch besser intern und mit unseren Wettbewerbern vergleichen zu können, werden künftig alle Befragungen konzernweit durchgeführt.
Mitbestimmung garantieren
Wir binden lokale Arbeitnehmervertretungen regelmäßig und umfassend in Unternehmensentscheidungen ein. In Deutschland gibt es in 14 Gesellschaften unseres Konzerns Arbeitnehmervertretungen. Lokale Betriebsräte sowie ein Konzernbetriebsrat vertreten die Belegschaft und diskutieren Themen wie Entgelt, Arbeitszeit oder Umstrukturierungen. Die Interessen der leitenden Angestellten vertritt der Sprecherausschuss. Auf europäischer Ebene ist das Merck-Euroforum unsere Mitarbeitervertretung. Hier geht es vor allem um die wirtschaftliche Lage, die Beschäftigungssituation und wesentliche Veränderungen im Unternehmen.
Fortschritt
Ausgezeichnete Mitarbeiterideen
2016 haben unsere Mitarbeiter rund 2.300 Verbesserungsvorschläge über unser Ideenmanagement eingereicht, 2015 waren es rund 3.200. Die Ideen führten zu Einsparungen in Höhe von ca. 3,4 Mio. € (2016) beziehungsweise ca. 1,7 Mio. € (2015). Unsere Mitarbeiter erhielten dafür in beiden Bezugsjahren Prämien von jeweils ca. 0,7 Mio. €.
Im Berichtszeitraum fragten wir unsere Mitarbeiter im Rahmen unseres Innovationsprogramms „Innospire“ gezielt nach Vorschlägen für neue Materialien, Systeme und Geschäftsmodelle in zwölf Kategorien. 680 Vorschläge wurden eingereicht – mehr als doppelt so viele wie 2014. Acht Vorschläge wurden zu konkreten Businessplänen weiterentwickelt, vier davon werden in die Praxis umgesetzt.
Innovationspreise verliehen
Beim Merck Biopharma Innovation Cup gewann 2016 ein Team mit einem innovativen Ansatz für die Kontrolle der Übertragung von Bilharziose. Insgesamt hatten sich mehr als 900 Wissenschaftler aus 53 Ländern für den Innovation Cup beworben.
Mit den Merck Awards zeichnen wir jedes Jahr besonders herausragende Mitarbeiterideen aus. Sie wurden 2016 in den Kategorien Innovation, Veränderung, Kundenorientierung und Mitarbeiterentwicklung vergeben. Insgesamt hatten sich 55 Teams und Einzelpersonen für die Awards beworben. In der Kategorie Innovation gewann das Projekt „Fruchtbarkeitstechnologien“.
Aus Ideen werden Innovationen
2015 haben die ersten Projektteams unser modulares Innovationszentrum in Darmstadt bezogen. Es dient als Prototyp für das zukünftige Innovationszentrum. Aktuell tüfteln zehn interne Projektteams dort an ihren Ideen. Hinzu kommen zahlreiche externe Start-ups, die im Zuge des sogenannten „Merck Accelerators“ in der Frühphase ihrer Entwicklung von uns gefördert werden. Die Start-up-Teams ziehen dabei jeweils für drei Monate ins Innovationszentrum ein und erhalten finanzielle Unterstützung, Trainings sowie Zugang zu Merck-Experten weltweit. Von dem gegenseitigen Austausch, der dadurch entsteht, profitieren nicht nur die Start-ups, sondern auch unsere internen Teams.
Das Innovationszentrum führt regelmäßig Veranstaltungen, Workshops, Seminare und „Webinare“ (Online-Seminare) durch. Dabei stellen wir unseren Mitarbeiten beispielsweise neue Innovationsmethoden wie das sogenannte „Design Thinking“ vor. Das Interesse ist bereits jetzt sehr hoch. Außerdem wollen wir den Austausch zu Innovation im Unternehmen stärken und bauen ein konzernweites Botschafternetzwerk für Innovation auf. Zusätzlich werden wir das Programm Merck Accelerator weiter ausrollen. Dabei stehen Standorte mit einer bereits lebendigen oder aufkeimenden Start-up-Kultur im Fokus. Der erste Ableger dieses Programms entstand 2015 in Nairobi (Kenia).
Neue Formen der Zusammenarbeit erproben
2015 haben wir unsere Kollaborationsplattform EVA gestartet. Sie umfasst das globale Intranet für alle Länder und Unternehmensbereiche und bündelt zudem zahlreiche Anwendungen zur Kollaboration an einer zentralen Stelle. Mit im Monat circa 1,3 Mio. Besuchen aus 64 Ländern ist EVA laut einer Mitarbeiterbefragung das wichtigste interne Kommunikationsmedium nach der E-Mail.
Weltweit einheitliche Mitarbeiterbefragung
Zwischen Dezember 2013 und Juni 2015 haben wir in allen Geschäftseinheiten und Konzernfunktionen eine Umfrage zum Organizational Health Index (OHI) durchgeführt. Auf dieser Basis wurden strategische Fokusthemen identifiziert und Initiativen abgeleitet. 2016 wurde diese Arbeit fortgesetzt, um die Themen tiefer in der Organisation zu verankern. Im November 2016 haben wir eine weltweite Mitarbeiterbefragung in 23 Sprachen durchgeführt. Es nahmen etwa 42.500 Mitarbeiter (83 %) teil. Unser unternehmensweiter Wert, der zeigt, wie engagiert die bei uns arbeitenden Menschen sind, liegt bei 60 %. Damit bewegen wir uns gleichauf mit anderen Unternehmen der Chemie- und Pharmabranche. Die Ergebnisse fließen ab Anfang 2017 in die unternehmensweite Arbeit ein.
Jugendliche für Naturwissenschaften begeistern
Mit dem „SPARK Global Volunteer Program“ ermöglicht unser Unternehmensbereich Life Science den dort beschäftigten Menschen seit 2016, sich gesellschaftlich zu engagieren. Das SPARK-Programm möchte bei Jugendlichen Interesse für Naturwissenschaften entfachen.
So wollen wir mit unseren Investitionen in wissenschaftliche Bildung und Forschung eine positive Wirkung auf die lokale Gesellschaft erzeugen. Darüber hinaus unterstützen wir beispielsweise das San Diego Festival of Science & Engineering in San Diego (USA) und die Royal Society of Chemistry in Bangalore (Indien).
Im Umfeld unserer Konzernzentrale in Darmstadt unterstützen wir vielfältige Bildungsprojekte und sind beispielsweise jährlich Gastgeber des Landeswettbewerbs Jugend forscht.